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APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Politik

ÖVP-Sinkflug: NEOS und Liste Fritz profitieren

In der Tiroler Politik werden die Karten in wenigen Wochen neu gemischt. Die Spitze der Landesregierung und einige Landesräte treten bei der Wahl nicht mehr an. Dazu kommen historisch schlechte Umfragewerte für die ÖVP. Erstmals könnte sich in Tirol keine Zweierkoalition ausgehen.

Am 25. September wird gewählt, für die Parteien heißt es nun, innerhalb kürzester Zeit den Wahlkampf zu organisieren. Die Machtverhältnisse im Landtag könnten sich gravierend ändern. In aktuellen Umfragen kommt die ÖVP nur mehr auf 30 Prozent, 44 Prozent erreichte sie noch bei der letzten Landtagswahl.

Landeshauptmann bleibt voraussichtlich bei ÖVP

Aus heutiger Sicht gehe es bei der ÖVP nur mehr um die Größe der Verluste, so Politologe Peter Filzmaier im ORF-Tirol-Gespräch. Die FPÖ profitiere laut aktuellen Umfragen von diesen Verlusten nur ein bisschen, die SPÖ gar nicht. Große Gewinner könnten aus heutiger Sicht NEOS und die Liste Fritz sein. Daran könne sich bis zur Wahl zwar noch etwas ändern, der große Trend, dass die ÖVP verlieren wird, werde sich aber kaum noch umkehren, so Filzmaier.

Alles neu in der Tiroler Politik

In der Tiroler Politik werden die Karten in wenigen Wochen neu gemischt. Die Spitze der Landesregierung und einige Landesräte treten bei der Wahl nicht mehr an. Vor allem die ÖVP und die Grünen müssen sich neu aufstellen. Innerhalb kürzester Zeit heißt es jetzt, den Wahlkampf zu organisieren.

Die Schlüsselfrage werde sein, ob die ÖVP einen Koalitionspartner finden wird. Dass die ÖVP nicht mehr den Landeshauptmann stellen wird, schätzt Filzmaier hingegen als relativ unwahrscheinlich ein.