Wacker gegen Salzburg: Spiel ohne Publikum

Das Erste-Liga-Match zwischen Austria Salzburg und Wacker Innsbruck findet jetzt doch am Freitag in Schwanenstadt statt. Allerdings unter Ausschluß der Öffentlichkeit, das Match wird als sogenanntes „Geisterspiel“ in Szene gehen.

Zu dieser Entscheidung kam die Bundesliga am Mittwoch nach langen Diskussionen. Die zuständige Behörde in Oberösterreich untersagte am Dienstag eine Austragung aus Sicherheitsgründen. Zu groß war die Angst, dass es zwischen den beiden Fangemeinden zu Ausschreitungen und Krawallen kommt. Ob sich durch die jüngste Entscheidung Fans davon abhalten lassen, nicht doch nach Schwanenstadt zu reisen, bleibt abzuwarten.

Vorstand: „Entscheidung nur auf sportlichem Weg“

„Für die Österreichische Fußball-Bundesliga steht im Sinne der Wettbewerbssicherheit außer Frage, dass sämtliche Entscheidungen in der Meisterschaft soweit wie möglich auf rein sportlichem Wege erfolgen sollen. Aus diesem Grund ist die Durchführung des Spiels unter Ausschluss der Öffentlichkeit insbesondere aufgrund der Kurzfristigkeit der Untersagung die beste Lösung“, sagte Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer.

Die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck hatte die Austragung der Partie am Dienstag wegen Sicherheitsbedenken untersagt. Die Salzburger hätten nur für das Spiel innerhalb kürzester Zeit einen Gästesektor für 1.000 Zuschauer und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen errichten müssen. Im Rahmen der Lizenzierung im Mai 2015 war das Stadion Vor der Au in Schwanenstadt, das Ausweichquartier der Salzburger, noch ausdrücklich für Risikospiele wie beispielsweise gegen den FC Wacker behördlich genehmigt worden.

Tiroler wollen über Rahmenbedingungen sprechen

„Es ist wirklich mehr als bitter, dass wir nun das Westderby ohne Zuschauer austragen müssen. Und doppelt bitter, weil wir bis zuletzt alles versucht haben, um unseren Fans dieses Match zu ermöglichen“, wurde Austria Salzburgs Sportdirektor Gerhard Stöger in einer Vereinsaussendung zitiert. Die Tiroler stimmten dem Ansuchen der Liga „nur aus sportlichen Gründen“ zu. Aus ihrer Sicht sei eine Diskussion über infrastrukturelle Rahmenbedingungen und das Thema Sicherheit unumgänglich.

Die Clubs und die Liga appellieren an die Anhänger der beiden Clubs, nicht nach Schwanenstadt zu reisen. Von beiden Mannschaften wird ein Public Viewing organisiert. Die beiden Teams treffen nach mehr als zehnjähriger Pause wieder einmal in einem Pflichtspiel aufeinander. Das bringt unheimlich viel Brisanz mit, da es in der Vergangenheit immer wieder einmal zu Zusammenstößen der verfeindeten Fan-Lager gekommen war.