Willi neuer Bürgermeister von Innsbruck

Georg Willi von den Tiroler Grünen ist neuer Bürgermeister von Innsbruck. Er setzte sich am Sonntag in der Stichwahl gegen die amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer mit 52,9 zu 47,1 Prozent der Stimmen durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,7 Prozent.

Kurz nach 18.30 Uhr betraten die beiden Kandidaten den bereits gut gefüllten Rathaussaal. Noch bevor das offizielle Ergebnis bekanntgegeben wurde, gratulierte Oppitz-Plörer Willi zum Wahlsieg und wünschte ihm „eine gute Hand“ als Bürgermeister von Innsbruck.

Statments von Willi und Oppitz-Plörer

ORF-Reporter Robert Unterweger mit ersten Statements nach der Stichwahl von Georg Willi und Christine Oppitz-Plörer.

Sondierungsgespräche ab Dienstag - nicht mit FPÖ

Nach der offiziellen Ergebnisbekanntgabe dankte Willi in einem ersten Statement seinen Mitstreitern und kündigte an, am Dienstag erste Sondierungsgespräche führen zu wollen. Wie bereits im Wahlkampf angekündigt wird Willi der FPÖ - im Gemeinderat nach den Grünen die zweitstärkste Kraft - keine Regierungsbeteiligung anbieten. Rudi Federspiel und die FPÖ hätten aber eine wichtige Kontrollfunktion innerhalb der Stadt, so Willi.

Grafik zum Wahlergebnis der Innsbrucker Bürgermeisterstichwahl

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Offen ist die Zukunft von Oppitz-Plörer. Willi hatte ihr im Stichwahlkampf im Falle eines Sieges den Vizebürgermeistersessel angeboten. Ob sie diesen annehmen wird, ließ sie vorerst offen - mehr dazu in Willi wünscht sich Oppitz-Plörer als Vize.

Georg Willi nach Wahlsieg

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Georg Willi nach der Verkündung des Wahlergebnisses

Erster grüner Bürgermeister einer Landeshauptstadt

Willi, der übrigens am Sonntag seinen 59. Geburtstag feierte, ist erster grüner Bürgermeister einer Landeshauptstadt. Schon im ersten Wahlgang wurden nicht nur die Grünen stimmenstärkste Partei, sondern erhielt auch Willi am meisten Stimmen bei der Bürgermeisterdirektwahl. Er hatte rund sechs Prozent Vorsprung auf Oppitz-Plörer.

BürgermeisterstichwaHL

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Erste Gratulantin Willis war seine Gattin Katharina

Trotz Willis Vorsprung im ersten Wahlgang ging Oppitz-Plörer bei Insidern als Favoritin in die Stichwahl. Schließlich war das bürgerliche Lager im ersten Wahlgang in Summe stärker als Grün-Rot. Willi gelang es aber, seinen Vorsprung in der Stichwahl annähernd zu halten. In traditionell bürgerlichen Sprengeln hat Willi zum Teil gewonnen bzw. nicht so viele Stimmen auf Oppitz-Plörer eingebüßt wie erwartet. Auch die niedrige Wahlbeteiligung mag dem neuen Bürgermeister in die Karten gespielt haben.

Stefan Lindner; tirol.ORF.at

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