Ehrensalut nach letzter Fokker-Landung

Am Flughafen Innsbruck ist am Donnerstagabend eine Ära zu Ende gegangen. Die Fokker im Liniendienst Wien-Innsbruck ist ein letztes Mal gelandet. Mehr als zwei Jahrzehnte waren Crews und Passagiere mit der Fokker unterwegs.

Zur „Pensionierung“ der Fokker hat es am Donnerstagabend einen angemessenen Ehrensalut gegeben. Die Feuerwehr stand am Rollfeld und ließ das Flugzeug durch einen Wasserbogen ausrollen.

Fokker

ORF

Früher war die Fokker für die Tyrolean auf der Strecke nach Wien unterwegs

Kein dramatischer Zwischenfall in 20 Jahren

Die Fokker war vor zwanzig Jahren das erste Jet-Flugzeug, das im Linienflug in Innsbruck landete, weiß Martin Fleidl vom Flughafen Innsbruck. Es habe die Flugzeit nach Wien gegenüber der Dash deutlich auf unter eine Stunde reduziert. Und vor allem auch bei Föhn sei die Fokker stabil und gut im Handling gewesen, schwingt bei Pilot Hans Siegl ein wenig Wehmut mit.

Die letzte Fokker-Landung

Am Donnerstagabend hat ein „Tirol heute“-Team die letzte Ankunft eines Fokker-Linienflugs aus Wien festgehalten.

Zwischenfälle wie jenen in München, als 2004 die Triebwerke einer Fokker vereisten, hat es auf der Strecke Innsbruck-Wien nie gegeben. Die Fokker hat mehr als eine Million Passagiere sicher transportiert und 10.000 Anflüge problemlos absolviert - eben auch bei starken Föhnböen. Die seien eher für die Passagiere unangenehm gewesen, so der Pilot.

Der Fokker nachfolgen werden auf der Strecke Innsbruck-Wien jetzt beispielsweise Embraer 195. Diese Maschinen sind sparsamer, leiser und moderner.