Ski-Legende Hias Leitner feiert 80er

Er ist aus Kitzbühel kaum wegzudenken: Hias Leitner. Die Skilegende aus der Gamsstadt feiert am Dienstag seinen 80. Geburtstag. Leitner feierte als Silbermedaillengewinner im Slalom bei den Olympischen Spielen in Squaw Valley 1960 seinen größten Erfolg.

„Mir geht es sehr gut. Und ich werde meinen Geburtstag sehr ruhig verbringen. Am Dienstag zuhause mit der Familie. Das brauche ich“, sagte Leitner im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Am Freitag wird Leitner im Starthaus der Hahnenkamm-Abfahrt offiziell vom Kitzbüheler Skiclub (K.S.C.) geehrt. Zuvor will er noch seine Familie genießen, mit Eva, seinen Söhnen Wolfgang und Christian und den drei Enkelkindern.

Zahlreiche große Siege eingefahren

Neben seinem größten Highlight mit Olympia-Silber 1960 feierte er Erfolge in Kitzbühel, Bad Gastein und am Lauberhorn. 1959 gewann er das „Weiße Band“ in St. Moritz. Der gelernte Maurer trat 1951 dem Kitzbüheler Skiclub bei und holte schon 1952 seine ersten Titel, als er sich in Zell am See zum österreichischen Meister und gleichzeitig zum Jugendmeister kürte.

Er geht noch heute skifahren

Leitner leistete seinen Beitrag zur „goldenen Ära“ des K.S.C. Er war eng mit dem im Jahr 2004 verstorbenen Toni Sailer und mit Christian Pravda befreundet. Mit Anderl Molterer, Ernst Hinterseer und Fritz Huber geht Leitner immer noch regelmäßig Skifahren.

„Aber alles sehr ruhig“ betont Leitner, der auch die Umstellung von Holzski, auf Metall-Ski und Carver mitgemacht hat. Neben dem Skifahren ist Leitner auch der Golfsport und Tennis wichtig, deshalb ist er beim Generali Open in Kitzbühel gern gesehener Gast. „Dieses Turnier ist für mich ein Höhepunkt im Jahr, da muss ich jeden Tag hin“, betonte Leitner.

Auch die Söhne sind dem Skisport verbunden

Dem Skisport ist die Familie Leitner weiterhin eng verbunden. Sohn Christian war 13 Jahre Trainer in Finnland (unter anderem führte er Kalle Palander zu Höhenflügen), dann fünf Jahre Trainer der Techniker Japans und betreut nun die Spanier. Wolfgang ist seit fünf Jahren Pressechef des Kitzbüheler Skiclubs.

Gene, die in der Familie liegen: Nach seiner Karriere beim ÖSV verschlug es Leitner als Profi für acht Jahre nach Amerika, wo er 1966, 1967 und 1968 zum Profi-Weltmeister avancierte. Doch auch nach seiner aktiven Karriere ließ ihn der Skisport nicht los. Von 1972 bis 1974 und von 1976 bis zur Pensionierung 1999 war er Trainer des Tiroler Skiverbandes. In den Saisonen 1974/75 und 1975/76 war Leitner Techniktrainer des ÖSV.

Leitner trainierte viele spätere Stars

Im Nachwuchs betreute Leitner unter anderem Stephan Eberharter, Mario Matt, Benjamin Raich und Manfred Pranger. Harte Arbeit am Gletscher. Aber damit erklärte Leitner auch seine Physis auf sehr witzige Art: „Ich war als Trainer so viele Jahre auf Gletschern unterwegs. Das sind wahre Eiskästen, die halten einen halt wirklich frisch.“ Und sein Geburtstagswunsch: „Viel Gesundheit, damit ich alles noch machen kann.“