AMS-Chef Kern bedauert Aus für „Aktion 20.000“

Die schwarz-blaue Bundesregierung hat am Neujahrstag das Aus für die „Aktion 20.000“ bekanntgegeben. Eine Entscheidung, die beim Tiroler AMS-Chef Anton Kern auf Bedauern stößt.

1.800 Tirolerinnen und Tiroler im Alter von über 50 Jahren sind derzeit als langzeitarbeitslos vorgemerkt. In einem Pilotversuch der „Aktion 20.000“ im Raum Innsbruck, wo die meisten Langzeitarbeitslosen in Tirol leben, konnten bisher mehr als 100 Betroffene eine Anstellung bei Gemeinden oder gemeinnützigen Vereinen bekommen.

Tirols AMS-Chef Anton Kern hoffte bis zuletzt auf eine Fortführung der Aktion – mehr dazu in AMS hofft auf Fortsetzung der „Aktion 20.000“. „Ich bin überrascht, dass das so schnell ging und finde es schade, weil ein großer Teil älterer Arbeitsloser am ersten Arbeitsmarkt kaum eine Chance hat. Da sind Menschen dabei, die sich schwer tun, im privatwirtschaftlichen Bereich eine Tätigkeit zu finden“, so Kern.

Kleine Hoffnung erfüllte sich nicht

Es sei zumindest kolportiert worden, dass die „Aktion 20.000“ in einem geringeren Umfang fortgesetzt werden könnte, auch wenn es keine konkreten Zusagen diesbezüglich gegeben habe, so der AMS-Chef. „Das scheint jetzt leider nicht so zu sein“, sagte Kern, und es sei sehr bedauerlich, „weil man im Gemeindebereich und in gemeindenahen Einrichtungen Tätigkeiten finanzieren kann und Arbeitsplätze schafft, die es sonst nicht gäbe. Das kann im Sozialbereich sein, in der Älteren-Arbeit, im Bereich der Kinderassistenz. Ja, das ist schade.“

Wenn die Entscheidung fix sei, könne man nicht wie ursprünglich geplant ab Jänner in die Bezirke gehen. Aber was bisher an Förderzusagen gemacht wurde, werde man sicher einhalten müssen, so AMS Chef Anton Kern.

Silvester im Nachhinein als letzte Frist definiert

Anträge die bis zum gestrigen 31.Dezember eingebracht wurden, werden positiv behandelt, hießt es von Seiten der Regierung. Auch der Beschäftigungsbonus, eine Förderung für Arbeitgeber, wurde von Schwarz-Blau eingestellt - mehr dazu in Per Umlaufbeschluss: Ende für Jobbonus und „Aktion 20.000“ (news.ORF.at; 01.01.2018).

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