Uni Innsbruck erhält Schrödinger-Nachlass

Ein Teil des Nachlasses des österreichischen Physikers und Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger soll als Leihgabe an das Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck gehen. Angehörige des Wissenschafters stellen die Sammlung zur Verfügung.

Die Sammlung beinhalte Notizbücher, Aufzeichnungen und Gedichte Schrödingers sowie Fotografien und Memorabilien, teilte die Uni am Montag in einer Aussendung mit. Auch Teile des Nachlasses des Physikers Arthur March, Stiefvater von Schrödingers Tochter Ruth Braunizer, werden dem Brenner-Archiv zur Verfügung gestellt. Darin finden sich neben Vorlesungs- und Vortragsmanuskripten auch autobiografische und literarische Texte.

Familiäre und wissenschaftliche Einblicke

Leonhard Braunizer, Vertreter der Familie, übergab die Sammlung der Familie Schrödinger, March und Braunizer dem Innsbruck Forschungsinstitut. „Diese Dokumente erlauben nunmehr genauere Einblicke in das familiäre, kollegiale und wissenschaftliche Netzwerk dieser beiden Physiker“, meinte Vizerektorin und Leiterin des Brenner-Archivs Ulrike Tanzer.

Leonhard Braunizer (mi.) mit Rektor Tilmann Märk und Vizerektorin Ulrike Tanzer
Uni Innsbruck
Leonhard Braunizer (mi.) mit Rektor Tilmann Märk und Vizerektorin Ulrike Tanzer

Schrödinger hatte seine letzten Lebensjahre in Alpbach in Tirol verbracht. Seinem Wunsch entsprechend wurde er dort auch beerdigt. Seine Angehörigen leben noch heute in Alpbach.

Noch keine Lösung mit Uni Wien

Nicht betroffen von der Schenkung ist ein anderer Teil des Schrödinger-Nachlasses, um den zwischen Ruth Braunizer und der Universität Wien prozessiert wurde. Der gerichtliche Streit wurde zwar bereits vor Jahren beigelegt - eine damals angestrebte Stiftungslösung wurde aber noch nicht realisiert.

Schrödingers Grab in Alpbach
APA/Grindl
Schrödingers Grab in Alpbach

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