Radfahrer führen in Alk-Unfall-Statistik

In fast zwei Drittel aller Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss sind laut Polizei im letzten Jahr in Innsbruck Radfahrer verwickelt gewesen. Aber auch die Beschwerden über rücksichtslose Radfahrer würden sich häufen, so die Polizei.

54 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss hat die Stadtpolizei Innsbruck in ihrer Statistik für 2018 verzeichnet. Der Großteil davon allerdings nicht wegen Alkohol am Steuer, sondern wegen Alkohol an der Lenkstange - bei 35 Alkunfällen waren Radfahrer beteiligt. Dieser Trend habe sich auch im ersten Quartal 2019 fortgesetzt, so die Polizei - jeder zweite Alko-Unfall war mit Radfahrern.

Rad liegt unter Schranken

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Bei Unfällen unter Alkoholeinfluss verletzten sich Radfahrer durchwegs schwer

Polizei kündigt Kontrollen an

Die betroffenen Radfahrer seien meist relativ stark alkoholisiert, im Schnitt zwischen 1,2 und 1,8 Promille, es gebe aber auch vereinzelte Ausreißer nach oben mit über zwei Promille. Die Unfälle seien oftmals ohne Zweitbeteiligten passiert, stets würden die Radfahrer schwer verletzt werden, heißt es. Deshalb appelliert die Polizei an alle Radfahrer, nicht unter Drogen- oder Alkoholeinfluss in die Pedale zu treten und kündigt ab Mai dementsprechende Kontrollen an.

Die Polizei weist in einer Aussendung zudem darauf hin, dass sich die Beschwerden über rücksichtslose Radfahrer häufen würden. Dazu zählen etwa Fahren bei roter Ampel, Fahren am Gehsteig oder am Schutzweg - letzteres ist ja seit 1. April verboten.