Hotel in Südtirol wegen Lawinengefahr evakuiert

Bei einem Lawinenabgang im Langtauferertal in Südtirol ist ein Wohnhaus zerstört worden. Aus Sicherheitsgründen wird nun ein Hotel in der Nähe evakuiert. Rund 75 Hotelgäste und zehn Mitarbeiter werden mit dem Helikopter ausgeflogen.

Am späten Montagabend sind im Südtirols zahlreiche Lawinen abgegangen. In Melag in Langtaufers ist dabei ein Haus zerstört worden. Die Schneemassen drangen bis in den ersten Stock eines Wohnhauses. Die Bewohner im Parterre kamen laut Auskunft der Feuerwehr aber mit dem Schrecken davon.

Lage im Hotel angespannt, aber ruhig

Nebenan befindet sich das Hotel Langtauferer Hof, der am Dienstagvormittag aus Sicherheitsgründen evakuiert wird. 65 Hotelgäste, zehn Mitarbeiter und weitere Dorfewohner werden mit mehreren Hubschraubern ins Tal gebracht.

Die ersten ausgeflogenen Hotelgäste berichten von einem ruhigen Ablauf der Evakuierung. Die Lawinengefahr habe sich in den vergangenen Tagen schrittweise gesteigert, daher sei die Gefahr wohl unterschätzt worden.

Das Hotel selber ist von der Lawine nicht betroffen. Dank Notstromaggregat verlaufe der Betrieb auch vergleichsweise normal, so die Juniorchefin des Hotels auf ORF-Anfrage.

Lawine in Melag/Langtaufers

FF Langtaufers

Winterschule von Lawine gestreift

Die Lawine hat in Melag in der Gemeinde Graun, aber auch die Erlebnisschule Langtaufers gestreift. Der Spielplatz der Schule wurde komplett zugeschüttet. Die so genannte Winterschule befindet sich im ehemaligen Grundschulgebäude auf 1.850 Metern Meereshöhe und bietet Schulklassen die Möglichkeit, eine Woche in Langtaufers zu verbringen. Die Schule mit angeschlossenem Heim war nicht besetzt.