Rettungsvergabe: Falck ruft VWGH an

Der dänische Rettungsanbieter Falck lässt in Sachen Rettungsvergabe nicht locker und wird im Rechtsstreit mit dem Land Tirol jetzt den Verwaltungsgerichtshof anrufen. Die Entscheidung des UVS, die Falck-Beschwerde zurückzuweisen, sei mangelhaft, so Falck.

Nach Auffassung von Falck weise die Entscheidung des UVS sowohl schwere inhaltliche Mängel als auch grobe Verfahrensmängel auf. Falck hatte die Auftragserweiterung des Landes wegen der im Rettungswesen in Tirol anfallenden Mehrkosten beim UVS prüfen lassen und war abgeblitzt - mehr dazu in Rettung: UVS lässt Falck abblitzen.

Umstrittene Nachbesserung

Ende Juli 2012 hatte das Land die Leistungsadaption abgesegnet, die Rettungsgesellschaft bekommt deshalb rückwirkend rund 6,4 Millionen Euro. Seit heuer wurde der Basisauftrag für die Rettung um 4,8 Millionen aufgestockt - mehr dazu in Lösung für Mehrkosten im Rettungswesen. Dies dürfte dem unterlegenen dänischen Mitbewerber Falck offenbar sauer aufgestoßen sein.

Schon unmittelbar nach der Vergabe im Jahr 2010 hatten die Dänen angezweifelt, ob das bodengebundene Rettungswesen in Tirol von ursprünglich budgetierten rund 30 Millionen Euro durchführbar sei - mehr dazu in Falck prüft rechtliche Schritte.