Einigung für NAH-Einsätze erzielt

Das Land Tirol, die Tiroler Gebietskrankenkasse und die Hubschrauberunternehmen haben am Montag eine Einigung über die Kosten für Hubschrauberrettungen erzielt. Patienten erhalten künftig keine Rechnung mehr.

Künftig werden alle Flüge für medizinische Notfalleinsätze vom Land Tirol und der Gebietskrankenkasse bezahlt. Das wurde am Montag im Landhaus schriftlich vereinbart. In den nächsten Wochen werden die Verträge zwischen dem Land Tirol und den einzelnen Heliunternehmen geschlossen.

Bernhard Tilg

ORF

Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg

Patient erhält keine Rechnung mehr

Im Falle eines medizinischen Notfalls habe der Patient ab sofort keine Rechnung mehr zu tragen. Die pauschalierte Kostendeckung erfolge durch die Sozialversicherung und das Land Tirol. Der Pauschalbeitrag des Landes belaufe sich auf 820 Euro pro Einsatz. Mit dem Beitrag der Krankenkasse erhalte ein Hubschrauberunternehmen rund 2.000 Euro pro Notfalleinsatz, so Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP).

2.100 Notfalleinsätze pro Jahr in Tirol

Pro Jahr gibt es in Tirol rund 7.700 Einsätze der Flugrettung. Davon sind 2.100 Rettungseinsätze auf medizinische Notfälle zurückzuführen. Von diesen 2.100 medizinischen Einsätzen wird rund die Hälfte von ÖAMTC-Notarzthubschraubern geflogen. Der Rest verteilt sich auf die übrigen Anbieter.!!!

Rückwirkend mit 1. Jänner

Rückwirkend werden auch alle Kosten für die medizinischen Notfallflüge mit 1. Jänner des Jahres übernommen. Sonstige Härtefälle sollen geprüft werden. Das Land rechnet insgesamt mit Kosten von rund einer Million Euro zusätzlich pro Jahr.

Regelung wurde vorgezogen

Ursprünglich wollte man mit der Regelung des gesamten Flugrettungswesens bis nach der Landtagswahl warten. Doch es stiegen immer mehr Betroffene auf die Barrikaden - mehr dazu in Medizinische NAH-Einsätze bald kostenlos.