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Stürzende Berge – Klimawandel in den Alpen

Die Alpen sind in Bewegung. Der Klimawandel lässt die Gletscher schmelzen. Ist diese Wahrnehmung nun durch die mediale Sensationsgier selektiert oder stürzen die Berge wirklich ein? Ein Österreich Bild aus dem Landesstudio Tirol, Sonntag, 22. Mai um 18.25 Uhr, ORF 2.

Sendunghinweis:

ÖSTERREICH BILD
Sonntag, 22. Mai,
18.25 Uhr, ORF 2

Immer häufiger wird über Muren und Felsstürze berichtet oder ganze Gipfelbereiche, die abzustürzen drohen. Wie gefährlich wird der alpine Lebensraum für die Menschen – und kann man etwas dagegen tun?

Murenfrühwarnsystem
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Ein Murenfrühwarnsystem

Permafrost – „Kitt der Alpen“

Erosion und Rutschungen im Gebirge sind grundsätzlich natürliche Phänomene. Durch den Klimawandel kann es jedoch zur Verstärkung und Beschleunigung von Erosionsprozessen in verschiedenen Bereichen kommen. Zum einen schmilzt durch die höheren Temperaturen der Permafrost, der als „Kitt der Alpen“ die Felsen in den höheren Regionen zusammenhält, zum anderen sind es die intensiven Niederschläge, die Steinschläge und Rutschungen in Gang setzen. Abschmelzende Gletscher bilden Gletscherseen, die im Falle eines Durchbruchs als Sturzwellen die Tallagen bedrohen.

Andrea Fischer, Glaziologin Innsbruck
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Andrea Fischer, Glaziologin Innsbruck

Das alles sind Gefahrenszenarien, denen wir nicht unbedingt schutzlos ausgesetzt sind. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen, mit Kartierungen und Analysen die Bereiche einzugrenzen und zu verstehen. Berechnungen von Sturzbahnen und Gefahrenmustern tragen dazu bei, Frühwarnsystemen zu installieren. Verbauungen schützen Siedlungsräume und Straßen.

Prof. Beutel, univ. Innsbruck
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Prof. Jan Beutel, Universität Innsbruck

Was sich in der Natur und in der Wissenschaft in dieser Richtung alles bewegt, dieser Frage ist Christiane Sprachmann mit ihrem Team nachgegangen.

Eine Produktion des ORF Tirol gestaltet von Christiane Sprachmann