Leitstelle Tirol
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Chronik

Hilfe kann zur psychischen Belastung werden

Eine Tätigkeit bei einer Einsatzorganisation kann zur Belastung werden. Bei der Leitstelle Tirol werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützt, die täglichen Belastungen meistern zu können. Supervision, ein Gespräch mit einer Psychologin oder dem Schichtleiter gehören da dazu.

198.000 Mal wurde im vergangenen Jahr der Notruf gewählt. Diese Anrufe landen bei der Leitstelle Tirol. Die Disponentinnen und Disponenten sind dabei mit allen Seiten des Lebens und Sterbens konfrontiert. Das Einsatzspektrum reicht von Unfällen bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen. Es gilt, Erste-Hilfe-Maßnahmen anzuleiten und Helferinnen und Helfer zu organisieren. Das kann auf die Substanz gehen.

Supervisor Florian Prosch in der Leitstelle Tirol
Leitstelle/Tirol, Thomas Gierl
60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter koordinieren bei der Leitstelle die Hilfe bei Notfällen in Tirol

Umfassendendes Hilfsangebot

Hilfe auch für die Helferinnen und Helfer steht bei Einsatzorganisationen auf der Tagesordnung. Bei der Leitstelle sind das beispielsweise ein Gespräch mit dem Schichtleiter, der eingreift, eine eigene Psychologin, dazu Supervision. „Man kann nie sagen, wie jemand letztendlich reagiert – trotz der professionellen Hilfe“, sagt der Geschäftsführer der Leitstelle, Bernd Noggler. Es gebe immer wieder Fälle, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job lassen müssten, weil sie nicht mehr abschalten könnten.