Leopoldsbrunnen
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Chronik

Statue von Leopoldsbrunnen aufgetaucht

Die verschwundene Bronzefigur vom Leopoldsbrunnen in Innsbruck ist wieder aufgetaucht. Die entwendete Figur wurde am Montag nach dem Hinweis eines Spaziergängers unversehrt an der Innpromenade im Bereich des Innsbrucker O-Dorfs sichergestellt, kilometerweit entfernt vom Brunnen.

Die Polizei ging davon aus, dass die Bronzefigur in der Nacht auf Montag bei der Innpromenade abgelegt worden war. Das Fehlen der Figur war erst in der Vorwoche angezeigt worden. Die Bronzeskulptur dürfte aber schon vor Wochen verschwunden sein, über einen längeren Zeitraum war das aber nicht aufgefallen – mehr dazu in 30.000 Euro Schaden durch Diebstahl.

Die Bronzefigur war unterhalb der Hauptfigur am Leopoldsbrunnen angebracht, der gegenüber der Innsbrucker Hofburg eine Statue von Erzherzog Leopold auf einem Pferd trägt. Bei der gestohlenen Statue handelt es sich um einen von vier Putti, die als Träger von Brunnenschalen fungieren. Die Bronzefigur war mit Kleber und einer Gewindestange montiert und war offenbar gewaltsam heruntergerissen worden, so die Polizei.

Sichergestellte Bronzefigur vom Leopoldsbrunnen in Innsbruck
Polizei
Die gestohlene Bronzefigur tauchte am Montag bei der Innpromenade im Bereich des Innsbrucker O-Dorfs wieder auf

Statue wird nach Prüfung wieder am Brunnen montiert

Bei dem gestohlenen Objekt handelt es sich um eine Kopie, trotzdem baten Polizei und Stadt Innsbruck um die Mithilfe der Bevölkerung. Die öffentliche Fahndung nach dem Kulturobjekt könnte jetzt dazu geführt haben, dass sich der oder die Täter der entwendeten Statue entledigen wollten. Der Innsbrucker Stadtarchivar Lukas Morscher meinte nach dem Auftauchen der Statue, dass er nie an einen Metallraub geglaubt habe, sondern vielmehr „dass sich jemand einen Scherz daraus gemacht hat, die Figur zu entwenden – auch wenn dies bei einer mit Kleber und Gewindestange befestigten Figur sicher einen gewissen Kraftakt bedeutete.“

Die Bronzeskulptur soll in den kommenden Tagen genau überprüft und auf mögliche Schäden hin untersucht werden. Innsbrucks Kulturstadträtin Uschi Schwarzl (Grüne) zeigte sich zufrieden, dass das frühbarocke Ensemble des Leopoldsbrunnen jetzt wieder vervollständigt werden kann. Geplant sind auch Gespräche mit dem Bundesdenkmalamt für eine massivere Montage, die einen erhöhten Schutz vor Vandalenakten gewährleisten könne, hieß es in einer Aussendung der Stadt Innsbruck.

Leopoldsbrunnen
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Der Leopoldsbrunnen zwischen Innsbrucker Hofburg und Haus der Musik

Jahrelanges Tauziehen um Reiterfigur auf dem Brunnen

Der Leopoldsbrunnen war in den vergangenen Jahren mehrmals öffentlich thematisiert worden, weil es nach der Renovierung der Reiterstatue durch das Kunsthistorische Museum (KHM) zu Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Innsbruck und dem Museum gekommen war. Die Reiterstatue mit einem Wert von zwölf Millionen Euro befindet sich im Eigentum des KHM, das Museum wollte eine Versicherung für das seit dem Jahr 1893 in Innsbruck stehende Kunstwerk haben. Die Stadt wollte die Versicherung aber nicht übernehmen, weswegen das KHM die Statue bei sich behielt. Schließlich kam es aber zu einer Einigung und das Reiterstandbild kehrte in die Tiroler Landeshauptstadt zurück.