Nach zwei Jahren Pandemie scheint die Reiselust weit stärker zu sein als die Flugscham. „Die Flieger scheinen alle voll zu sein. Erste Airlines sagen, die Buchungslage sei besser als 2019“, versicherte Flughafendirektor Pernetta.
Direktflug nach Paris
Beim internationalen Linienverkehr ist der Innsbrucker Flughafen an London und Frankfurt angebunden. Bei Charterflügen setzt man weiterhin auf Großbritannien, Skandinavien und die Niederlande. Um den russischen Markt zu ersetzen, gibt es ab dem 10. Dezember wieder eine direkte Wochenendverbindung nach Paris.

Geschäftsreisen nach wie vor wenig gefragt
Während die Urlaubsflugzeuge voll sind, sind Geschäftsreisende weiterhin dünn gesät. Die Nachfrage liege hier immer noch rund dreißig Prozent unter dem Niveau von 2019, sagte Pernetta und nannte dafür drei Gründe: Kongresse und Messen seien nach wie vor nicht richtig angelaufen, China falle als Destination immer noch weg, und viele Unternehmen würden mittlerweile bei Businessreisen bewusst auf die Bahn setzen.
Frühflug nach Wien wird gestrichen
Die gesunkene Nachfrage ist auch der Grund dafür, dass Austrian Airlines mit März 2023 den Frühflug um 6.35 Uhr von Innsbruck nach Wien streicht. Flughafendirektor Pernetta nahm es locker: „Das ist keine bittere Pille für uns. Wir können unseren Wien-Passagieren jetzt sagen, sie können eine Stunde länger schlafen, und mit der neuen Verbindung ab 8.20 Uhr 20 sind sie immer noch rechtzeitig für ihre Termine in der Hauptstadt.“ Wer internationale Anschlussflüge brauche, habe weiterhin den Frühflug nach Frankfurt.

Ferialjobs am Check-in-Schalter
Um den erwarteten Ansturm in der Skisaison zu bewältigen, habe der Innsbrucker Flughafen nach wie vor genügend Stammpersonal, sagte Pernetta. Dennoch gebe es für junge Leute freie Ferialjobs – vor allem beim Check-in und in der Gepäckabfertigung.