Landesrätin Cornelia Hagele (ÖVP)
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Politik

Neue Landesrätin mit Mega-Ressort

Die 47-jährige Juristin Cornelia Hagele (ÖVP) steht in der neuen Tiroler Landesregierung dem umfangreichsten Ressort vor. Die ehemalige Vizebürgermeisterin von Telfs und Landtagsabgeordnete ist jetzt zuständig für Gesundheit, Pflege, Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Probleme wie Ärztemangel, Lehrermangel, Pflegekräftemangel, Mangel an Kinderbetreuungspersonal warten dringend auf Lösungen. Gefragt auf den Umfang ihrer Aufgaben sagte Landesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) als Studiogast in Tirol heute am Dienstagabend, sie habe großen Respekt vor den kommenden Herausforderungen. Von Problemen wollte sie nicht sprechen. Sie wisse, dass sie ein gutes Team um sich habe. Zudem könne es auch ein Vorteil sein, wenn sich mehrere Ressorts überschneiden und eine Person dafür zuständig sei. Noch schlafe sie jedenfalls gut und sie werde versuchen, die Aufgaben auch mit ihrer Familie in Einklang zu bringen. Hagele hat zwei Kinder.

Keine schnellen Lösungen für die Pflege

In den Heimen und Betreuungseinrichtungen fehlt es nach wie vor an Personal, viele Betten stehen leer. Daran hat sich noch immer nichts geändert. Die Gewerkschaft forderte unter anderem eine 35-Stunden Woche für Pflegerinnen und Pfleger. Die sieht das neue Regierungsprogramm nur vor, wenn auch der Bund sie umsetzt. Das Land könne die 35-Stunden-Woche jederzeit einführen, kritisierte dagegen die Opposition.

Aus den Pflegheimen kommt mittlerweile ein neuer Hilferuf. Mit den Tagsätzen des Landes können Personal- und Energiekosten nicht mehr abgedeckt werden. Sie sei dabei, viele Gespräche zu führen, zu sondieren und sie wolle sich die Probleme der Pflegenden anhören. Dann müsse man sich ansehen, welche Maßnahmenpakete man schnüren müsse, um das Beste für die Pflege heraus zu holen, erklärte Hagele.

Vieles offen in der ärztlichen Versorgung

Hagele ist auch für das Ressort Gesundheit zuständig.
Übernommen hat die Landesrätin das Minus der tirol kliniken, das von Jahr zu Jahr wächst und nun bei fast 103 Millionen Euro liegt. Auch der Ärztemangel in Tirol wird ein Thema sein, das Hagele zu bearbeiten hat. Dazu sagte die Landesrätin, man müsse sicherstellen, dass es in ganz Tirol eine gute Primärversorgung gebe. Von ursprünglich sechs geplanten Primärversorgungszentren wurde eines bisher umgesetzt. Man sei gerade dabei, sich anzusehen, wo es dafür weitere Plätze gebe und wie sie umgesetzt werden können.