Polizeiautos stehen vor Filiale der Sparkasse
Zeitungsfoto.at
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Gericht

Haftstrafe nach Banküberfall in Innsbruck

Ein 43-Jähriger ist am Montag wegen des Überfalls auf eine Filiale der Tiroler Sparkasse in Innsbruck nicht rechtskräftig zu 15 Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte im Februar fast 15.000 Euro erbeutet und konnte kurz nach dem Überfall festgenommen werden.

Der Österreicher mit vietnamesischen Wurzeln hatte am 21. Februar in der Technikerstraße die Filiale der Tiroler Sparkasse Bank überfallen. „Überfall!!! Habe eine Waffe und ich bin verzweifelt, legen Sie das Geld in den Beutel“, stand damals auf dem Zettel, den er der Bankmitarbeiterin vorlegte.

Bereits dritter Überfall für Bankangestellte

Die Bankangestellte las laut Zeugenaussage damals nur das Wort „Überfall“. In Sorge, dass der Mann gewalttätig werden könnte, händigte sie dem Mann damals umgehend fast 15.000 Euro aus. Es war bereits der dritte Überfall, den die Frau erleben musste.

Eine Viertelstunde nach dem Überfall konnte der Täter gefasst und die Beute sichergestellt werden – mehr dazu in Banküberfall: Täter kurz danach gefasst.

Polizisten stehen vor Sparkasse
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Überfall wegen Geldproblemen

Bereits bei der ersten Verhandlung im April zeigte er sich vor Gericht voll geständig. Er sprach damals von einer Verzweiflungstat, er habe ein Blackout gehabt, als er sich nach Alkoholkonsum und einer schlaflosen Nacht dazu entschlossen habe, die Bank zu überfallen. Hintergrund seien Geldprobleme gewesen.

Er hätte bei einem Freund 3.000 Euro Schulden gehabt sowie den Job verloren. Er wurde damals nicht rechtskräftig zu zwei Jahren Haft verurteilt – mehr dazu in Zwei Jahre Haft für Überfall auf Sparkasse.

Nicht rechtskräftig zu 15 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt

Beim zweiten Verhandlungstag musste jedoch noch die Frage geklärt werden, ob es sich um Raub oder um eine gefährliche Drohung handelte. Der Mann sagte vor dem Schöffengericht aus, dass die Drohung mit der Waffe ein Bluff gewesen sei. Wegen Raubes wurde der Mann, der seit acht Monaten in Untersuchungshaft sitzt, nun zu 15 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Das milde Strafausmaß begründete der Richter mit Umständen, die für den Täter sprechen würden. Er habe alles sofort gestanden und die gesamte Beute zurückgegeben.