Während des Stromausfalls konnten die Blaulicht- und Einsatzorganisationen weiterhin über Funk kommunizieren, um Notfälle abzuarbeiten – das war eine der Erfahrungen bei dem Treffen, zu dem der für Sicherheit zuständige Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (ÖVP) auch den Bürgermeister Georg Willi (Grüne), Vertreter von Leitstelle, Polizei, Rettung, Berufsfeuerwehr, Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB) und Tirol Kliniken geladen hat.
Suche nach Alternative zu Funksystem
Gut habe auch die Notstromversorgung in den Kliniken funktioniert. Allerdings sei der Betriebsfunk der Innsbrucker Verkehrsbetriebe komplett ausgefallen, sagte Anzengruber. „Das wurde uns gestern mitgeteilt und das gehört sicher angeschaut“. Man suche eine neue Lösung, damit die Kommunikation zwischen Busfahrern und der Leitstelle bei den IVB funktioniert und eine Abstimmung ermöglicht.

Ziel: Information rasch unter die Leute bringen
Man habe beobachtet, dass das Handynetz immer schlechter geworden sei, je länger der Stromausfall angedauert hat. Der genaue Grund werde noch ermittelt, damit auch das verbessert werden kann. Im Notfall müsse aber vor allem die Bevölkerung schnell informiert werden. Hier sieht Bürgermeister Georg Willi noch Nachholbedarf.
„Ich glaube, dass vor allem zur Bevölkerung hin ein rascherer Informationstransport hilfreich ist. Wenn ich höre‚ in einer halben bis einer Stunde hast du wieder Strom, bleibe ich völlig entspannt. Hier können wir noch nachjustieren“, so der Innsbrucker Bürgermeister. Dafür wird es unter anderem Broschüren geben, damit jede und jeder weiß, wohin man sich wenden kann, falls es einen längeren Stromausfall gibt.
Vorbereitung auf künftige Stromausfälle
Mehrere Schritte wurden bei dem Treffen vereinbart: darunter z.B. eine engere Abstimmung mit dem Land Tirol, Kontaktaufnahme mit den Handynetzbetreibern, Erneuerung und Nachrüstung der Betriebsfunkanlage der IVB, aktive Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen für die Bevölkerung gemeinsam mit dem Zivilschutz und der Polizei sowie konkrete Übungen.
In der Endausbaustufe ist geplant, dass alle zehn Innsbrucker Feuerwachen mit Notstrom versorgt werden. Dieses Konzept ist seit vergangenem Jahr bereits in Umsetzung. In der Folge könnten die Wachen auch als Meldepunkte für die Bevölkerung dienen, etwa wenn es Notfälle in dem Stadtteil gibt.