Thermostat einer Heizung
APA/dpa/Hauke-Christian Dittrich
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Wirtschaft

Drittel der Heizungen läuft auch im Sommer

Ein Drittel der Heizungen läuft teilweise unbemerkt im Sommer, die Beratungsstelle Energie Tirol sieht hier Einsparungspotenzial. Grund für den Heizungsbetrieb im Sommer sind Außentemperaturfühler, die in kühlen Nächten die Anlage aktivieren.

Heizungen fressen auch im Sommer teilweise Energie, darauf machte die Energie Tirol am Dienstag aufmerksam. Viele Geräte sind automatisiert und ab einer gewissen Außentemperatur, zumeist 15 Grad Celsius, geht automatisch die Heizung in Betrieb. Die Geräte springen meistens nur kurz an, weswegen es kaum bemerkt wird.

Heizungen springen automatisch an

Heizungen funktionierten zumeist über ein Regelsystem, welches von der Außentemperatur abhängig sei, erklärte Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der Energie Tirol. „Wenn es nun warm ist, schaltet sich die Heizung aus, aber nicht gänzlich.“ In kühlen Sommernächten können die Heizungen bei Erreichen der Mindesttemperatur in der Zeit um 5.00 oder 6.00 Uhr in der Früh demnach anspringen. Nur wenn die Geräte händisch ausgeschaltet oder auf einen speziellen Sommerbetrieb umgestellt werden, könne man sicher sein, dass die Heizung nicht auch im Sommer bei kühleren Außentemperaturen läuft, so die Energie Tirol.

Rund zwei bis drei Prozent Einsparungspotenzial

Die oft unbemerkte Laufzeit im Sommer würde etwa zwei bis drei Prozent der jährlichen Gesamtheizleistung ausmachen, zeigen Erhebungen laut Energie Tirol. „Auch wenn die Prozentzahl niedrig erscheint, ist es eine hohe Summe angesichts der aktuellen Energiepreise“, meint Oberhuber. Wie hoch die mögliche Einsparung bei einer Abschaltung finanziell ausfällt, lasse sich aufgrund unterschiedlicher Systeme und Brennstoffe samt der sich laufend ändernden Preise dafür allerdings nicht beziffern.

Als weiteren Einspartipp nennt Oberhuber die Wartung der Heizungsanlagen jetzt im Sommer. „Wenn Heizkurven und Ventile bei der Anlage richtig eingestellt sind, kann sich das positiv auf den Energieverbrauch auswirken. Beim Warmwasser sollte man schauen, wenn es irgendwie geht, dass man auf Solar umstellt“, rät der Energie-Tirol-Chef. Wenn eine solche Anlage bereits vorhanden ist, müsse in regelmäßigen Abständen überprüft werden, ob auch alles ordnungsgemäß funktioniert.