In einer Aussendung verwies Tirols ÖGB-Chef Philip Wohlgemuth auf die aktuelle Situation. Die Inflationsrate liege aktuell bei 8,7 Prozent und es sei kein Ende in Sicht. Laut der nach Angaben des ÖGB nicht repräsentativen Umfrage nehmen 98 Prozent der Tiroler Bevölkerung die Teuerung wahr, am stärksten spürbar sei dies in den Bereichen Mobilität, Energie und Lebensmittel. 78 Prozent der Befragten gaben an, ihre Ausgaben einzuschränken.
„Das ist keine Teuerungswelle mehr, das ist ein Tsunami!“, beschrieb Wohlgemuth die aktuelle Situation. Vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen seien besonders betroffen, die Belastung treffe jedoch auch große Teile der Mittelschicht, so Wohlgemuth. „Während Raffinerien ihre Gewinnmargen verdreifacht haben, zahlen die Menschen in unserem Land drauf“, so der Tiroler ÖGB-Chef.

Man müssen eine Sozialkrise und damit auch eine Armutskrise mit aller Kraft verhindern, betonte Wohlgemuth. Er forderte Abfederungsmaßnahmen von Bund und Land. Diese sollten jedoch nicht wie vorgesehen in Form von Einmalzahlung erfolgen, vielmehr sollte die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel ausgesetzt und die Steuern auf Treibstoff gesenkt werden. Auch die Energiepreise müssten je Haushalt gedeckelt werden, forderte der Tiroler ÖGB-Vorsitzende.