Abgesperrter Weg durch den Burschlwald in Landeck
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Chronik

40 Bäume müssen weg – Anrainer verärgert

In Landeck sollen im Burschlwald rund 40 Bäume gefällt werden. Diese Bäume stellen eine Gefahr dar, begründete die Bezirksforstinspektion Landeck die Entscheidung. Der Bürgermeister ließ den Burschlweg sperren, Anrainer sind verärgert.

Der asphaltierte Burschlweg führt von der Tirolerstraße (B171) durch das geschützte Landschaftsgebiet Burschl in das Landecker Stadtviertel Perfuchs. 40 Bäume sollen hier gefällt werden, so der Plan.

Schild weist auf Sperre des Wegs durch den Burschlwald in Landeck hin
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Der Weg durch den Burschlwald ist derzeit gesperrt

Anrainer gegen Rodung

Anrainer Karl Graber spricht von einem „Kahlschlag der Natur“. Man dürfe nicht zulassen, dass dieser Naturfrevel passiere. Anrainer Christoph Massimo betonte, dass es reichen würde, die zum Teil über 100 Jahre alten Bäume nur zu stutzen und nicht zu fällen. Entsprechend wenig hält er von der Sperre der Straße. Aus seiner Sicht sollten zumindest die Fußgängerinnen und Fußgänger weiter durchgehen können.

Fällen der Bäume wegen Vogelbrut verschoben

Die Sperre der Straße dürfte allerdings noch einige Zeit bestehen bleiben. Das Fällen der Bäume wurde wegen der Vogelbrut auf August verschoben, sagte Bürgermeister Herbert Mayer. Dieser Forderung der Landesumweltanwaltschaft sei man gerne nachgekommen.

Landecker Bürgermeister Herbert Mayer steht vor einem Zaun
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Landecks Bürgermeister Herbert Mayer will kein Risiko eingehen

Landesumweltanwalt fordert Verfahren

Die Bäume seien allerdings eine Gefahr und müssten weg. Im vergangenen Jahr seien einige Bäume nach Unwettern umgefallen und auf die Straße sowie in einem Gebäude auf die Terrasse gestürzt. Da die Gefahr bekannt sei, wolle er kein Risiko eingehen, dass etwas passiere. Ihm gehe es um den Schutz der Bevölkerung, erklärte der Landecker Bürgermeister.

Der stellvertretende Landesumweltanwalt, Walter Tschon, fordert in diesem Fall ein naturschutzrechtliches Verfahren.