Tatort Lienz Schweizergasse
ORF/Hippacher
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Gericht

Mordanklage nach Messerattacke in Lienz

Nach einer beinahe tödlichen Messerattacke auf eine 37-jährige Frau in Lienz hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Auch über seine Einweisung wird entschieden. Der Beschuldigte hatte die Frau im Februar attackiert.

Die Gewalttat auf offener Straße in Lienz hatte zunächst viele Fragen aufgeworfen. Mit einem Klappmesser hatte der Verdächtige 16 Mal auf die 37-jährige Frau eingestochen. Mit schwersten Stich- und Schnittverletzungen musste sie in die Intensivstation des Lienzer Krankenhauses gebracht werden, wo sie zunächst in Lebensgefahr schwebte.

Der Verdächtige wird sich deshalb wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten müssen. Er hatte die Frau zuvor in einem Lienzer Lokal, wo sich beide kennengelernt hatten, auch sexuell belästigt.

Entschieden wird auch über Einweisung

Der 24-Jährige gab die Attacke selbst zwar zu, bestritt bislang aber eine Tötungsabsicht. Laut Gutachten leidet er an einer geistigen Störung, war bei der Tat aber zurechnungsfähig. Ihm droht bei Verurteilung eine lebenslange Haft – und zusätzlich die Einweisung in eine Anstalt.