Orange Rasenmäher stehen nebeneinander
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Wirtschaft

Stihl steigert Umsatz um fast ein Viertel

Die große Nachfrage nach Rasenmähern, Heckenscheren und anderen Gartengeräten hat den Umsatz von Stihl mit Sitz in Langkampfen (Bezirk Kufstein) um 24 Prozent auf 715,8 Millionen Euro wachsen lassen. Die Mitarbeiter wurden mit einer Erfolgsprämie belohnt.

Die Auswirkungen der Pandemie ließen das Geschäft bei Stihl erneut stark wachsen. Die Menschen investierten erneut viel Geld in Geräte für den eigenen Garten und das Haus.

Die Stihl Tirol GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stihl Unternehmensgruppe, konnte im Vorjahr den Umsatz um 24 Prozent auf 715,8 Millionen Euro steigern. Die Zahl der Beschäftigten stieg 2021 um knapp zehn Prozent auf 770 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

98 Prozent der Produkte werden exportiert

Die Exportquote blieb 2021 konstant hoch bei 98 Prozent, teilte das Unternehmen mit. Die wichtigsten Märkte sind Europa – insbesondere Deutschland, Frankreich, Benelux, Skandinavien, Großbritannien und Italien – und Nordamerika, hier gab es ein überdurchschnittliches Mengenwachstum gegenüber 2020, so Stihl.

Die Probleme bei den Lieferketten machen auch vor Stihl nicht Halt. Zudem seien teilweise hohe Einkaufspreise von Komponenten und schwierige Transportwege Herausforderungen, mit denen das Unternehmen zu kämpfen habe.

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Stihl Tirol
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Schwerpunkt bei Erzeugung von Akku-Produkten in Tirol

In Langkampfen stellt Stihl Rasenmäher, Mähroboter, Aufsitzmäher, Garten-Häcksler, Rasenlüfter, Motorhacken, Motorsägen, Motorsensen, Hoch-Entaster, Saug-Häcksler, Heckenscheren, Heckenschneider, Kombi-Motoren, Blasgeräte, Trennschleifern und Spezialernter her.

Dabei werden viele Produkte mit Benzin- und Elektro- sowie mit Akku-Antrieb erzeugt. In Tirol liegt seit einigen Jahren der Fokus des Unternehmens bei der Erzeugung von Akku-Produkten.

Kunststoff-Fertigung geht im Spätsommer in Betrieb

Im Spätsommer nimmt Stihl in Langkampfen die neue Kunststoff-Fertigung in Betrieb. „Damit senken wir die Logistikkosten und stellen in einem ersten Schritt 50 neue Mitarbeiter ein“, berichtete Thilo Foersch, kaufmännischer Leiter von Stihl Tirol.

Stihl investierte dafür 19 Millionen Euro. Dieser vierte Erweiterungsbau in den letzten 20 Jahren entstand auf 3.500 m² Fläche, die Platz für eine Anlage mit vorerst zehn Spritzgussmaschinen sowie Freiflächen für zukünftige neue Montagelinien bietet.

Mann sitzt auf Rasenmäher und fährt über Wiese
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Freiwillige Erfolgsprämie für alle Mitarbeitenden

Die Mitarbeiter wurden am Erfolg des Unternehmens beteiligt und erhielten eine freiwillige Erfolgsprämie in Höhe von durchschnittlich 1.200 Euro sowie eine steuerfreie Corona-Prämie in Höhe von 450 Euro, teilte das Unternehmen mit.

Stihl Tirol wurde 1981 als Viking in Kufstein gegründet und seit 1992 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stihl Unternehmensgruppe.