Arzt impft Patienten mit Masernimpfung
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Gesundheit

Land will Impflücken bei Masern schließen

Anlässlich der Europäischen Impfwoche bietet das Land an Impfstandorten in fast allen Bezirken nächste Woche auch eine kostenlose MMR-Impfung. Seit Beginn der Pandemie gab es einen Rückgang bei der Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln.

Um die Masern auszurotten, sei eine dauerhafte Durchimpfungsrate von mindestens 95 Prozent nötig, so Gesundheitsdirektorin Theresa Geley. Besonders bei Kleinkindern und Menschen zwischen 18 und 40 Jahren sei die Durchimpfungsrate unzureichend, heißt es. So seien derzeit nur 82 Prozent der Kinder, die im Jahr 2020 geboren wurden, mindestens einmal gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) geimpft. Zum Vergleich: Im Jahrgang 2005 sind 95 Prozent geimpft. Für einen vollständigen und lebenslangen Impfschutz braucht es zwei Impfdosen, die ab dem zehnten Lebensmonat gegeben werden können. Die zweite Dosis soll mit mindestens vier Wochen Abstand geimpft werden. Seit 2014 sind die MMR-Impfungen für alle Altersgruppen kostenlos.

Röteln

Hauptmerkmal ist ein rotfleckiger Ausschlag am ganzen Körper. Röteln in der Schwangerschaft können das ungeborene Kind schädigen.

Jeder Fünfte hat Folgeerkrankung

Masern seien keine harmlose Kinderkrankheit, so die Gesundheitsdirektorin. In rund 20 Prozent der Fälle komme es zu schwerwiegenden Krankheitsfolgen wie Bronchitis, Mittelohrentzündung oder Lungenentzündung, auch lebensbedrohliche Gehirnentzündungen seien möglich.

Weniger Basisimpfungen seit Pandemie

Da es seit Beginn der Pandemie zu einem Rückgang bei den empfohlenen Basisimpfungen wie eben MMR gekommen ist, bietet das Land im Rahmen der Europäischen Impfwoche von 24. bis 30. April in allen Impfzentren sowie an weiteren Standorten neben den Corona-Impfungen auch MMR-Impfungen an. Das Angebot richte sich an alle Altersgruppen, es sei auch möglich, am selben Termin gegen Corona und gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft zu werden.

Mumps

Mumps ist durch eine entzündliche Schwellung der Ohrspeicheldrüse gekennzeichnet. Tritt die Krankheit nach der Pubertät auf, kommt es bei jedem dritten männlichen Erkrankten zu einer Hodenentzündung.

Schwangere Frauen werden nicht MMR-geimpft, auch zwischen der MMR-Impfung und dem Beginn einer Schwangerschaft sollte mindestens ein Monat liegen. Hingegen sei eine Impfung im Wochenbett möglich – auch, um den Säugling zu schützen.

Neben den kostenlosen CoV- und MMR-Impfungen wird an den Impfstandorten auch Impfberatung etwa bezüglich nötiger Auffrischungsimpfungen angeboten.

Die Impfstandorte in den Bezirken

  • Innsbruck: Impfzentrum Innsbruck, Messehalle A Mittwoch, 27. April, 9 bis 18 Uhr Donnerstag, 28. April, 9 bis 18 Uhr Freitag, 29. April, 9 bis 18 Uhr Samstag, 30. April, 9 bis 18 Uhr
  • Schwaz: Impfzentrum Schwaz, SZentrum Dienstag, 26. April, 15 bis 18 Uhr
  • Kufstein: Impfzentrum Kufstein, KISS-Einkaufszentrum Donnerstag, 28. April, 14 bis 19 Uhr
  • Lienz: Impfzentrum Lienz, HG-Markt Lienz Freitag, 29. April 2022, 14 bis 18 Uhr
  • Imst: Impfzentrum Imst, Stadtsaal Imst Mittwoch, 27. April, 16 bis 19 Uhr
  • Landeck: Bezirkshauptmannschaft Landeck, Innstraße 5 Dienstag, 26. April, 16 bis 19 Uhr
  • Reutte: Bezirkskrankenhaus Reutte, Infektambulanz | Krankenhausstraße 39 Mittwoch, 27. April, 16 bis 18 Uhr