Die Niederschläge vom Donnerstag waren noch zu wenig, um die Glutnester zu löschen, berichtete Angelo Schädle. Dies werde vermutlich erst geschehen, wenn es richtig regnen werde. Die Glutnester werden mit der Drohne gesucht und dann „händisch abgearbeitet“, beschrieb der Kommandant die aufwendige Arbeit.
Die Polizei ging weiter von einer Fahrlässigkeit als Brandursache aus. Das Feuer war neben einem vielbegangenen Steig ausgebrochen. Wer bzw. was für die Entzündung verantwortlich war, ist weiter unklar. Die Tiroler Einsatzkräfte erhielten bei der Brandbekämpfung auch Unterstützung von ihren deutschen Nachbarn – konkret aus Füssen und Schwangau – mehr dazu in Pinswang: Hang bleibt unter Beobachtung. Der Waldbrand befindet sich nahe des in Bayern gelegenen Schlosses Neuschwanstein.
Land warnt vor erheblicher Waldbrandgefahr
In Tirol sei die Waldbrandgefahr aktuell besonders in südausgerichteten, schneefreien Bereichen weiterhin erheblich, informierte das Land am Freitag. „Die Bevölkerung wird dringend ersucht, auf das Rauchen und Zweckfeuer im Wald zu verzichten. Generell steigt das Waldbrandrisiko aufgrund der Klimaveränderung und auch aufgrund der vielfältigen Freizeitaktivitäten in unseren Wäldern“.

Der Waldbrandprävention stehen 1,1 Millionen Euro aus dem Waldfonds zur Verfügung. Am Donnerstag wurde den Feuerwehren Spezialgerätschaften zur Waldbrandbekämpfung im Wert von 300.000 Euro übergeben. Die Ausrüstung werde zu 80 Prozent aus den Mitteln des Waldfonds des Bundes finanziert, den Rest stammt aus dem Landesfeuerwehrfonds, hieß es von LHStv. Josef Geisler (ÖVP).