Die Notfalldose hilft im Ernstfall: Sie ist gut gekennzeichnet und sollte gut sichtbar in der Kühlschranktür aufbewahrt werden
Rotes Kreuz Innsbruck
Rotes Kreuz Innsbruck
Gesundheit

Notfalldose im Kühlschrank als Lebensretter

Um Rettungskräften die Arbeit zu erleichtern, gibt es jetzt ein neues Service des Hausnotrufs Tirol: eine kleine Notfalldose, die im Kühlschrank aufbewahrt wird. In ihr sind wichtige Gesundheitsinformationen wie Blutgruppe und Allergien gesammelt.

Wenn Sanitäter oder Ärztinnen bei einem Notfallort eintreffen, zählt oft jede Minute. Es geht dann darum, der zu versorgenden Person so schnell wie möglich zu helfen. Das ist allerdings deutlich schwerer, wenn der Mensch bewusstlos oder kaum ansprechbar ist und niemand sonst Auskunft geben und Fragen beantworten kann.

Gebündelte Gesundheitsinformationen

In so einer Situation bleibe keine Zeit, medizinische Unterlagen wie einen Arztbrief, eine Medikamentenliste oder den Impfpass zu suchen, warnte das Rote Kreuz. Die neue, zehn Zentimeter große „Notfalldose“ soll hier eine Lösung liefern.

In ihr werden alle wichtigen Informationen verstaut: Sie enthält ein Notfall-Infoblatt mit allen relevanten Angaben – von der Blutgruppe über Unverträglichkeiten, Krankheiten und Medikamenteneinnahmen bis hin zu operativen Eingriffen, Angaben zu Kontaktpersonen und den Hinweis, wer sich im Notfall um das Haustier kümmert.

Die Notfalldose hilft im Ernstfall: Sie ist gut gekennzeichnet und sollte gut sichtbar in der Kühlschranktür aufbewahrt werden
Rotes Kreuz Innsbruck
In der Dose finden die wichtigsten medizinischen und logistischen Informationen Platz

Leicht und schnell zu finden

Die Idee ist, dass Menschen diese Notfalldose in ihrem Kühlschrank aufbewahren, da er „in jedem Haushalt schnell zu finden ist“, wie der Teamleiter des Hausnotrufs Tirol, Tobias Gössler, erklärte. Ein Aufkleber an der Eingangstüre und am Kühlschrank macht die eintreffenden Rettungskräfte sofort auf die vorhandene Notfalldose aufmerksam.

Das Rettungsteam könne dadurch umgehend reagieren und unter Umständen sogar eine entsprechende Therapie einleiten beziehungsweise die Notfalldose für die weitere Behandlung ins Krankenhaus mitnehmen, hieß es. Wer sich einen Hausnotruf installieren lässt, erhält die Notfalldose kostenlos. Für alle anderen kostet sie fünf Euro bei Abholung in der Hunoldstrasse 12 in Innsbruck oder rund zehn Euro per Versand.