Langläufer beim Skating
APA/Barbara Gindl
APA/Barbara Gindl
Sport

Dolomitenlauf komplett abgesagt

Nachdem Freitagmittag die Bezirkshauptmannschaft Lienz den Volkslanglauf beim Dolomitenlauf untersagt hat, hat sich der Veranstalter zu einer Absage der gesamten Sportveranstaltung entschlossen. Über 500 Langläuferinnen und Langläufer wollten an dem Langlaufbewerb am Wochenende in Obertilliach teilnehmen.

Dolomitenlauforganisator Franz Theurl ist nach eigenen Worten fassungslos. Kurz vor 12.00 Uhr Freitagmittag hat er den Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Lienz erhalten. Der Zusammenkunft Dolomitenlauf werde keine Folge geleistet, steht darin zu lesen, die Zusammenkunft im Breitensport sei untersagt. Das bedeutet aber auch das Aus für den Start in 25-Personen-Blöcken, weil dies eine klassische Umgehung darstelle. Auch die Alternative sei rechtlich nicht möglich, steht im Bescheid der BH Lienz zu lesen, da es sich trotz der freien Laufmöglichkeit um eine einheitliche Gesamtzusammenkunft handle.

Organisatorischer Aufwand für 70 Teilnehmer zu groß

Freitagnachmittag hat der Veranstalter dann verkündet, dass die gesamte Veranstaltung ersatzlos abgesagt wird. Die Ausrichtung des Dolomitenlaufes als Spitzensportveranstaltung für Kaderläufer mit FIS-Code wäre laut Sportministerium erlaubt gewesen, jedoch kann seitens des Veranstalters für 70 Teilnehmer kein organisatorischer Aufwand mit 300 Funktionären und Helfern gerechtfertigt werden, so Organisator Franz Theurl. Sein Unverständnis sei umso größer, weil etwa vergangenes Wochenende in das Skirennen „Weißer Ring“ in Lech mit rund 700 Teilnehmenden als Breitensportveranstaltung problemlos über die Bühne gegangen sei.

Den angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird das Startgeld für eine Teilnahme im nächsten Jahr gut geschrieben oder über einen Antrag rückvergütet.