Maturanten sitzen bei der Matura
ORF Vorarlberg
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Bildung

Matura: Schulsprecher fordern klarere Regeln

Tiroler Schülervertreter fordern mehr Klarheit und Nachschärfungen, was die Regeln für die heurige Matura betrifft. Im Gegensatz zu den AHS gebe es vor allem für Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen noch viel Unsicherheit.

„Weder ist im Erlass etwas zur Diplomarbeit vermerkt, noch etwas zu den praktischen Abschlussprüfungen wie zum Beispiel einer Kochprüfung“, kritisiert der Landesobmann der Tiroler Schülerunion David Herzleier. Es dürfe sich keine Unsicherheit wie letztes Jahr ausbreiten. Besser sieht er die Situation bei den Allgemeinbildenden Schulen, die Schülerinnen und Schüler aus den AHS-Schulen hätten jetzt eine sehr gute Vorstellung davon, wie ihre Matura ausschauen werde, so Herzleier.

Schulsprecher zur CoV-Lage an Schulen

Michael Scharf ist Schulsprecher (BMHS, Tirol) und Teil der Bundesschülervertretung. Im Interview spricht er über die CoV-Situation an Schulen. Dass die mündliche Matura heuer wieder verpflichtend ist, kritisiert er heftig.

Forderung nach Freiwilligkeit mündlicher Prüfung

Der Sprecher der Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen Michael Scharf zeigt sich einerseits erfreut, dass es wichtige Forderungen in das Maßnahmenpaket geschafft hätten, wie etwa Ersatzprüfungstermine, eine Einschränkung der Lernbereiche oder die Verlängerung von schriftlichen Prüfungen.

Andererseits vermisse man die Freiwilligkeit der mündlichen Matura wie bei den vorigen Jahrgängen. Das sei jetzt nicht der Fall, obwohl man Monate länger im Distance-Learning verbracht habe. Sollte sich die Situation durch Omikron oder potenzielle andere Virus-Varianten drastisch zum Schlechteren Entwickeln, hoffe man, dass dieser Punkt nochmals überdacht werde, so Scharf.