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Politik

AK und ÖGB: Zu wenig Testmöglichkeiten

Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl hat am Donnerstag eine Verlängerung der Übergangsfrist zu 3-G am Arbeitsplatz gefordert. Als Grund nannte er mangelnde Testmöglichkeiten. Auch der ÖGB beklagte ein mangelhaftes Testangebot.

Beschäftigte sollen auch über den 14. November hinaus statt einem 3-G-Nachweis eine FFP2-Maske tragen können, hielt Zangerl fest. Als Grund nannte er die „chaotischen Zustände bei den Testmöglichkeiten“.

Wartezeiten haben Folgen für Arbeinehmer

Die „unzureichenden Testmöglichkeiten und das lange Warten auf die Testergebnisse“ könnten zur Folge haben, „dass Beschäftigte nicht mehr an ihren Arbeitsplatz kommen und ausfallen“, befürchtete Zangerl in einer Aussendung. „Die politisch Verantwortlichen müssen hier rasch reagieren – es braucht einen flächendeckenden Ausbau wohnortnaher Testmöglichkeiten und die Verlängerung der Übergangsbestimmungen bei 3-G am Arbeitsplatz“, sagte er.

Betroffene berichten von langen Wartezeiten

Betroffene würden der AK berichten, dass sie zum Teil bis zu 30 Stunden auf ein Testergebnis warten müssen. „Die Übergangsbestimmung muss daher solange verlängert werden, bis sichergestellt ist, dass jeder zeitgerecht und möglichst unkompliziert getestet werden kann und das Testergebnis zeitgerecht vorliegt“, forderte Zangerl.

ÖGB fordert längere Öffnungszeiten

Tirols ÖGB-Chef Philip Wohlgemuth berichtete, dass „immer mehr“ Menschen sich mit Beschwerden aufgrund der Testkapazitäten an den ÖGB wenden würden. Er nahm daher „Bund und Land in die Pflicht“. „Solange das nicht funktioniert, darf es keine Strafe für den Arbeitgeber oder den Arbeitnehmer geben“, sagte er. Wichtig wären daher laut Wohlgemuth eine „leichte Erreichbarkeit der Testmöglichkeit, lange Offenhaltungszeiten, die Einschränkung von Wartezeiten, PCR-Ergebnisse binnen maximal 24 Stunden“.

Land verspricht Ausbau bei PCR-Tests

Das Land Tirol hatte am Donnerstag erneut mitgeteilt, dass das PCR-Testangebot laufend ausgebaut werde. So kamen am Donnerstag PCR-Teststraßen in Matrei, Sillian (Bezirk Lienz) und Fügen (Bezirk Schwaz) hinzu. Mit den Laboren sei zudem vereinbart, dass die Testergebnisse binnen 14 Stunden vorliegen müssen. Diese Frist werde auch „großteils“ eingehalten, hieß es.