Neue Regeln krankenhaus
Rheinberger Christina
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Politik

Auch Tirol für „3-G-Regel“ am Arbeitsplatz

Die Tiroler Landesregierung hat sich am Dienstag gemeinsam mit den Sozialpartnern und dem Gemeindeverband für eine rasche Umsetzung der „3-G“-Empfehlung am Arbeitsplatz und für alle Landes- und Gemeindebediensteten ausgesprochen. Eine bundesweite Verordnung dazu wird für die nächsten Tage erwartet.

Je mehr Arbeitgeber in Tirol die 3G-Regelung am Arbeitsplatz umsetzen würden, desto besser könnten Corona-Cluster eingegrenzt werden bzw. erst gar nicht aufkommen. Man versuche Tirols Arbeitgeber, diese dringliche Empfehlung bereits jetzt mitzutragen, betonten Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP) am Dienstagnachmittag. Zuvor hatte sich die Koalition im Bund mit der SPÖ bereits auf die „3-G“ am Arbeitsplatz verständigt.

Umsetzung im Bund gilt als sicher

Gemeinsam mit der Arbeiter-, Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer, dem Österreichischen Gewerkschaftsbund und der Bildungsdirektion hatte sich die Tiroler Landesregierung auf diese dringliche Empfehlung geeinigt. Damit wolle man ein „bewusstes Zeichen“ setzen. Zudem pochte Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf auf die Vorbildfunktion des öffentlichen Dienstes und somit aller Landes- und Gemeindebediensteten.

Voraussetzung für eine Umsetzung der „3-G-Regel“ am Arbeitsplatz sei ein ausreichendes Impf- und Testangebot. Ein solches sei in Tirol vorhanden. „3-G“ am Arbeitsplatz steht auch im Bund vor der Tür. Die Koalition hat sich am Dienstag mit der SPÖ verständigt. Damit ist eine Blockade der gesetzlichen Grundlage für die Neuregelung vom Tisch. Dafür wird den Sozialdemokraten ihr Wunsch erfüllt, dass betriebliche Tests auch nach Ende Oktober gratis bleiben.

In den nächsten Tagen wird jene Verordnung erwartet, die die genauen Modalitäten für „3-G“ regelt. Der Grundsatz ist bereits klar. Wer nicht alleine arbeitet, wird entweder geimpft, in den vergangenen sechs Monaten genesen oder aktuell getestet sein müssen, um seinen Job ausüben zu können. Ob es für nur Getestete Zusatzregeln wie Maskenpflicht geben wird, ist noch unklar.