Spatenstich für großes Hochwasserprojekt am Haselbach
Die Fotografen
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Umwelt

Besserer Hochwasserschutz am Grieselbach

Am Donnerstag ist entlang des Grieselbaches (Bezirk Kitzbühel) offiziell mit der Errichtung mehrerer Hochwasserschutzmaßnahmen begonnen worden. 9,4 Millionen Euro werden in das Schutzprojekt in den Gemeinde St. Ulrich und Waidring investiert.

Bis 2024 werden entlang des Grieselbaches (in Waidring Haselbach genannt) Schwachstellen an bestehenden Bebauungen beseitigt. Geschiebe wird aus Retentionsflächenräumen entfernt und elf Brücken werden erhöht bzw. neu errichtet. Der verbesserte Hochwasserschutz soll künftig 121 Gebäude bzw. 1.000 Menschen vor einem 100-jährlichen Hochwasser schützen. Das betrifft in etwa eine Fläche von 80 Hektar.

Großprojekt auf einer Länge von 15,5 Kilometern

Die Gemeinde St. Ulrich am Pillersee und Waidring waren in den Jahren 2002 und 2013 jeweils von einem 30- bis 100-jährlichen Hochwasser betroffen. Außerdem brach 2013 in Waidring ein Damm. „Wir müssen leider davon ausgehen, dass Wetterextreme mit Starkniederschlägen und damit auch Hochwassersituationen in Zukunft noch zunehmen", begründete Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler (ÖVP) die Errichtung zahlreicher Hochwasserschutzmaßnahmen.

Pillersee
Der Pillersee soll künftig optimal für den Hochwasserrückhalt genutzt werden

"Ich bin mir sicher, dass die knapp 9,4 Millionen Euro hier am Pillersee mehr Sicherheit und Schutz bringen werden“, sagte Bundesministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) beim Spatenstich am Donnerstag. Auftraggeber des Großprojekts ist der Wasserverband Haselbach-Grieselbach. 8,3 Millionen Euro der Kosten übernehmen Bund und Land, die restlichen 1,1 Millionen Euro teilen sich die beiden Gemeinden, die Haselbachgenossenschaft und die Landesstraßenverwaltung auf.

Niedrigwasserperioden werden genutzt

Unter anderem in den kommenden drei Niedrigwasserperioden sollen die Schutzmaßnahmen errichtet werden. Es sollen auch zusätzliche Räume für den Hochwasserrückhalt entstehen. Dafür wird unter anderem am Pillersee ein neues, steuerbares Wehr errichtet. „Damit kann der Seespiegel gehalten und das verfügbare Rückhaltevolumen des Sees optimal ausgenutzt werden“, hieß es von Seiten des Landes.

Material, das bei der Räumung von bereits vorhandenen Retentionsräumen anfällt, soll für den Bau neuer Uferbegleitdämme genutzt werden. „Der Schutz vor Naturgefahren ist ein bedeutender Faktor, damit wir auch zukünftig die Sicherheit der Bevölkerung und Entwicklungsmöglichkeiten in den Gemeinden gewährleisten können“, sagte Waidrings Bürgermeister Georg Hochfilzer.