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Coronavirus

Impfpflicht für angehende Skilehrer

Der Österreichische Skischulverband hat eine Impflicht für die Teilnahme an allen Skilehrerkursen beschlossen. Hintergrund sind unter anderem die Vorfälle im letzten Winter rund um einen Vorbereitungskurs in Jochberg. Den Verantwortlichen geht es aber nicht nur um die Sicherheit bei den Kursen, sondern auch um den Winter.

17 Skilehrer-Anwärter waren letzten Winter in Jochberg bei einem Vorbereitungskurs während des Lockdowns erkrankt, im Salzburger Pongau gab es 76 Infektionen bei einem Kurs. Der Skischulverband musste damals viel Kritik einstecken. Jetzt will man daraus gelernt haben und geht mit einer Impflicht österreichweit einen einheitlichen Weg – mit Ausnahme des Vorarlberg Verbandes tragen diese Entscheidung sechs der sieben heimischen Verbände mit. Mehr dazu in Skilehrerausbildung: Impfpflicht – außer in Vorarlberg.

Impflicht als einzige Möglichkeit

„Mit der Einführung der Impfpflicht sehen wir die einzige Möglichkeit, ab Herbst 2021 die Ausbildungslehrgänge durchführen zu können“, erklärte Richard Walter, der Präsident des Österreichischen Skischulverbandes, und verwies auf die Problematik mit „immer neuen Mutanten“, die auftreten würden.

Es gehe aber nicht nur um die Sicherheit in den Kursen, sondern auch darum den Skischulen dann im Winter Lehrer und Lehrerinnen zur Verfügung zu stellen, die eine Impfung nachweisen können – bei den Kunden, die einen Kurs buchen sei das ein großes Thema. Dazu empfiehlt der Verband allen 600 österreichischen Skischulen nur mehr geimpfte Personen anzustellen. In Tirol sind davon rund 300 Anbieter mit 7.000 Skilehrerinnen und Skilehrer betroffen.