klimatisierte Weinvitrine in Gastlokal
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Wirtschaft

Klimaräume holen den Wein aus dem Keller

Luxus rund um den Wein wird offenbar immer wichtiger. Eine innovative Firma in Frangart in Südtirol plant Klimaräume für die edlen Tropfen, gebaut werden sie dann in Osttirol. Sie schützen den Wein, laden zum Verkosten ein und sind ein Aufputz mitten im Lokal.

Der Weinkeller ist out, der Kühlschrank auch. Jetzt bieten begehbare Klimaräume im schicken Design optimale Lagerung und Weingenuss. Die Firma Metek mit Sitz in Frangart baut die hochmodernen Weinschränke.

„Früher hat man die Weine im Keller versteckt und heute hat man verstanden, dass die Weine mit den Etiketten den Verkauf auch animieren, wenn der Weinraum direkt im Restaurant steht“ berichtet Ewald Wiedenhofer, Geschäftsführer von Metek.

klimatisierte Weinvitrine in Gastlokal
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Die Klimaräume inszenieren den Wein und stellen gleichzeitig gute Lagerbedingungen sicher.

Der Gast kann sich so auch optisch an den Kostbarkeiten erfreuen. Mit hochmoderner Technik wird das Klima im Glasraum stabil gehalten. „Zudem hat man auch eine maximale Konstante an Temperaturbedinungen, an Lichtbedingungen, an Feuchtigkeitsbedingungen und so kann man auch langfristig garantieren, dass die Weine top gelagert sind.“

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Produziert werden die Luxusklimaräume in Osttirol. Hier werden sie konzipiert und fertiggestellt. Hoteliers, Weinbauern und Eventunternehmen schwören mittlerweile auf die modernen Weinlagerung, berichtet Wiedenhofer.

„All unsere Lösungen werden individuell für den Kunden erarbeitet, je nach Anforderung an die Lagerfläche und die Erreichbarkeit“, so der Geschäftsführer. „Der Kunde soll gut damit arbeiten können und der Arbeitsfluss des Restaurants soll auch optimiert werden.“

Produktion der Klimaräume
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Jeder Klimaraum muss unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen.

Mit 30 Mitarbeitern werden die Weinklimaräume produziert. Die Firma Metek erzielt mittlerweile einen Umsatz von 11 Millionen Euro. Geliefert wird nach Österreich, Deutschland, die Schweiz und Italien. Heuer rechnet Metek mit einer Verdoppelung des Vorjahresumsatzes in dieser Sparte. Mittlerweile gebe es immer mehr nationale und internationale Anfragen von einem Kongresshaus in der Schweiz über „Tantris“ in München oder „Scheibelhofer“ im Burgenland.

Zweckentfremdung ist durchaus erwünscht

Die designten Klimaräume können auch für andere Produkte eingesetzt werden, berichtet Wiedenhofer. „Wir haben auch schon Bierkeller gemacht, Räume für Schnittpflanzen, Fleisch, Käse und aus diesem Grund verwenden wir gerne die Bezeichnung Genussklimaräume.“

klimatisierter Weinraum mit Glaswänden
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Preislich bewegen sich die Luxusklimaräume von 25.000 Euro aufwärts. Während der private Weinliebhaber etwas in die Tasche greifen muss, hat der Tourismus schon längst damit begonnen, den Weinkeller ins Restaurant zu holen.