Überschwemmung in Westendorf 2013
Westendorf
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Umwelt

Transitforum will mehr Tempo beim Klimaschutz

Das Transitforum Austria-Tirol hat die Bundesregierung am Freitag in einem offenen Brief zum sofortigen Handeln beim Klimaschutz aufgerufen. Sie müsse sowohl auf EU-Ebene, also auch im eigenen Land aktiv werden.

Transitforum-Obmann Fritz Gurgiser verlangt einen „enkeltauglichen Klimaschutz“ und das sofort. Es reiche nicht, in Höchstgeschwindigkeit seitenweise Klimaschutz in ein Regierungsübereinkommen zu schreiben und dann den Mut sogar bei den kleinsten Maßnahmen zu verlieren.

Die EU und Österreich sind gefordert

Die Regierung müsse in zweifacher Hinsicht aktiv werden: Einerseits auf EU-Ebene und andererseits im eigenen Land, wo die Hausaufgaben gemacht werden müssten. In der EU müssten vor allem die EU-Freiheiten evaluiert und zeitgemäß definiert werden. Nämlich jene des Waren-, Personen, Dienstleistungs-, Kapital- und Zahlungsverkehrs. Damit würde man endlich zur wahren Ursachenbekämpfung übergehen, argumentierte Gurgiser.

In Österreich sei es dringend an der Zeit, Maßnahmen wie das Bestbieterprinzip bei allen Beschaffungsvorgängen über die Bundesbeschaffungsagentur einzuführen. Dies würde dazu führen, dass Transportkilometer reduziert werden. Einmal mehr forderte Gurgiser auch die Abschaffung des Dieselprivilegs. „Wer auf die Politik wartet, den bestraft das Klima“, ließ der Transitforum-Obmann die Bundesregierung in dem offenen Brief wissen. Darin kritisierte er auch den zuletzt öffentlich ausgetragenen Klima-Streit innerhalb der Koalition. Dieser hätte verschiedenste Reaktionen von Ärger und Aggressivität bis Unverständnis und Politikverdrossenheit ausgelöst. Man müsse Streit und Hader beiseitelassen, und stattdessen zum Handeln übergehen.

Die Freiheit des Handelns

Mit kleinen und kleinsten Veränderungen des persönlichen Verhaltens könne jeder und jede einen großen Beitrag zur Verbesserung des Klimas leisten, zeigte sich Gurgiser überzeugt. „Noch können wir uns die Freiheit leisten, selbst zu handeln und werden nicht durch die Erhöhung des Meeresspiegels oder anderen Folgen des Klimawandels unserer Lebens- und regionalwirtschaftlichen Existenzgrundlage beraubt,“ führte Gurgiser aus. Österreich könne eine kleine feine Klimaschutz-Vorreiter-Republik werden. Doch die Zeit zum Handeln sei jetzt.