Gelber Bus fährt auf Straße
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Verkehr

Viele Gemeinden mit Öffis gut erreichbar

Mehr als die Hälfte aller Tiroler Gemeinden ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut oder sehr gut erreichbar. Wie die Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeigte, sollte jedoch in vielen Gemeinden das Angebot weiter verbessert werden.

Im Westen Österreichs ist der Anteil der Gemeinden und Städte, die gut mit dem Öffentlichen Verkehr erreichbar sind, höher als im restlichen Österreich – abgesehen von Wien. Das zeigt eine Analyse des VCÖ auf Basis von Daten von Austria Tech und der österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) zeigt.

Am besten ist demnach die Erreichbarkeit in Voralberg. Dahinter folgen Salzburg und Tirol. Am schlechten schnitt in dieser Analyse das Burgenland ab.

In vielen Gemeinden „Basiserschließung“

In Tirol sind demnach 22 Prozent der Gemeinden und Städte sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, weitere 36 Prozent gut. In 42 Prozent der Gemeinden besteht laut Definition der ÖROK eine „Basiserschließung mit öffentlichem Verkehr“. Hier ist das Angebot noch zu verbessern.

Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2019, das eingeschränkte Angebot ist also nicht auf die Pandemie zurückzuführen. Kriterien für die Qualität der Erreichbarkeit sind unter anderem die Häufigkeit von Verbindungen, Reisegeschwindigkeit und Anzahl von Haltestellen des Öffentlichen Verkehrs.

Gelber Regiobus
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Schwierige Versorgung in zersiedelten Gebieten

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind demnach groß. Je zersiedelter eine Region ist, umso schwieriger ist die Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. „Regionen und Gemeinden, die die Ortskerne stärken und Zersiedelung stoppen, können leichter ihrer Bevölkerung ein gutes öffentliches Verkehrsangebot zur Verfügung stellen“, betont Michael Schwendinger vom VCÖ.

Um die Klimaziele im Verkehr erreichen zu können, ist es wichtig, dass mehr Autofahrten auf Bahn und Bus verlagert werden. Angesichts der Klimakrise se es wichtig, den Menschen in den Regionen den Umstieg auf klimaverträgliche Mobilität so einfach wie möglich zu machen, so der VCÖ.

Tirolerinnen und Tiroler fahren öfter mit Fahrrad

Dazu zähle auch eine sichere Rad-Infrastruktur. Der Radfahr-Anteil ist in Tirol höher als im Österreich-Schnitt. Doch auch in Tirol gibt es noch viele kurze Autofahrten, vier von zehn sind kürzer als fünf Kilometer – mehr dazu in Innsbruck: Fahrrad im Sommer Nummer 1. Deshalb ist der weitere Ausbau der Rad-Infrastruktur sehr wichtig. Bahnhöfe und große Betriebe sollten immer gut an das Radwegenetz angebunden sein.