Lesung beim CO-Festival
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Coronavirus

Die neuen Regelungen für Zusammenkünfte

Mit Mittwoch treten zahlreiche Lockerungen in Kraft. Musikproben, Vereinsleben und Feierlichkeiten sind wieder erlaubt. Ab einer Zahl von elf Personen ist die Zusammenkunft allerdings anzeigepflichtig, ab 51 Personen braucht es eine Bewilligung.

Für Veranstaltungen bzw. Zusammenkünfte von mehr als zehn Personen gelten nun epidemierechtliche Vorschriften des Bundes. Bei Zusammenkünften von elf bis 50 Personen ist eine Anzeige an die Bezirksverwaltungsbehörden vorgesehen. Veranstaltungen ab 51 Personen sind bewilligungspflichtig, verwies das Land Tirol auf die aktuellen Auflagen.

Das gilt ab Mittwoch

Auf der Seite des Landes finden Sie über die Links der „Covid 19 – Veranstaltungen“ die aktuell geltenden Regelungen.

Land bittet um frühzeitige Information

„Die Bezirksverwaltungsbehörden ersuchen, Veranstaltungs-Anzeigen und –Ansuchen bestmöglich auf elektronischem Weg einzubringen. Vonseiten des Landes Tirol werden Veranstalter solcher Zusammenkünfte darauf hingewiesen, dass die Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde frühzeitig vorgenommen werden sollte“, informiert Landesamtsdirektor Herbert Forster. Damit soll eine rechtzeitige Prüfung gewährleistet werden.

Anzeigenbestätigung zum Vorweisen

Veranstaltungen mit mehr als zehn bzw. ab elf Personen sind der Bezirksverwaltungsbehörde anzuzeigen. Eine Veranstaltungsanzeige muss eine Woche vor dem Termin der Veranstaltung bzw. der Zusammenkunft erfolgen und kann online abgewickelt werden. Nachdem das Formular korrekt und vollständig ausgefüllt wurde, steht eine Anzeigebestätigung zum Download zur Verfügung. Diese ist bei einer Überprüfung vorzuweisen.

Zwischen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, muss mindestens ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden, so das Land. Ist dies aufgrund der Anordnung der Sitzplätze nicht möglich, ist bei Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen seitlich mindestens ein Sitzplatz zwischen den Gruppen freizuhalten. Bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze dürfen keine Speisen und Getränke verabreicht werden. Für die Verabreichung von Speisen und Getränken bei Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen gelten die Regelungen der Gastronomie.

Impfpass
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Der Impfpass, der Nachweis eines negativen CoV-Tests oder die ärztliche Bestätigung einer durchlebten CoV-Erkrankung sind künftig Eintrittskarte.

Auslastung von höchsten 50 Prozent

Zusammenkunftsorte mit zugewiesenen Sitzplätzen dürfen zu höchstens 50 Prozent ausgelastet werden. Es gilt außerdem eine Maskenpflicht und die 3-G-Regel (Zutritt nur mit Nachweis über Impfung, Testung oder Genesung). Eine Bestätigung über den Eingang einer anzeigepflichtigen Veranstaltung bei der Bezirksverwaltungsbehörde sowie die angegebenen Daten sollten für eine allfällige Kontrolle bei der Veranstaltung mitgeführt werden.

Ab 51 Personen Bewilligung der Behörde

Veranstaltungen ab 51 Personen sind von der Bezirksverwaltungsbehörde zu bewilligen. Das kann ein Konzert, eine Filmvorstellung oder ein Vortrag mit zugewiesenen Plätzen sein. Dabei gilt es ebenfalls, frühzeitig um eine Bewilligung anzusuchen. Ab Vorliegen sämtlicher Unterlagen wird die jeweilige Behörde die jeweilige Entscheidung über die Bewilligung längstenfalls binnen drei Wochen treffen.

Die 3-G-Regel und Sicherheitsauflagen

Zudem muss ein Präventionskonzept vorliegen. Weiters muss eine Covid-19-Beauftragte oder ein Beauftragter bestellt werden. Behördlich genehmigte Zusammenkünfte dürfen im Freien mit höchstens 3.000 Personen und in geschlossenen Räumen mit höchstens 1.500 Personen stattfinden. Es gilt außerdem eine Maskenpflicht und ebenfalls die 3-G-Regel: Der Zutritt ist nur mit Nachweis über Impfung, Testung oder Genesung erlaubt.

Zusammenkünfte wie Begräbnisse oder Gruppenstunden in der Jugendarbeit sind unter Auflagen nicht anzeigepflichtig.

Kontrollen durch die Polizei

Überwacht wird die Einhaltung dieser Bestimmungen von der Polizei, so Landespolizeidirektor Edelbert Kohler: „Nachdem die Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre und die Öffnungsverordnung wesentliche Erleichterungen für die Bevölkerung, aber auch für die Arbeit der Polizei gebracht haben, ergeben sich für uns andere Schwerpunkte, die wir mit den Gesundheitsbehörden abstimmen werden". So zusätzlich zu den Kontrollen im öffentlichen Raum etwa die aktuelle Sperrstundenregelung in den Gastronomiebetrieben überwacht. Daneben "werden wir im besonderen Maße die Beachtung der Regelungen rund um Veranstaltungen und Zusammenkünfte im Auge behalten“, bekräftigte der Tiroler Polizeichef.