Feucht und Sportler im Ex-Leiner-Gebäude
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Wirtschaft

Heimische Unternehmer eröffnen Kaufhaus

Die Unternehmerfamilien Feucht aus Tirol und Oberrauch aus Südtirol eröffnen am Donnerstag ihren neuen Flagshipstore in Innsbruck. Damit wollen sie in Krisenzeiten ein Zeichen im stationären Handel setzen. 150 neue Jobs entstehen.

Eine Investition in Millionenhöhe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu tätigen, sei eine besondere Herausforderung, so Leopold Feucht. Die Eröffnung des Geschäfts sei aber alternativlos gewesen. "Wenn man den ersten Schritt gesetzt hat, muss man auch den zweiten setzen. Wir können an diesem Standort den stationären Handel ganz anders definieren und zukunftsweisend aufstellen“, gibt sich der Geschäftsführer optimistisch.

Große Verkaufsfläche

Auf der 11.000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche will man Mode, Accessoires, Lifestyleprodukte, Sportartikel und Möbel verkaufen. Die große Fläche sei gerade in Pandemiezeiten von Vorteil, meint Wolfgang Feucht. So könnten die strengen Sicherheitskonzepte und Hygienemaßnamen eingehalten werden. Die große Verkaufsfläche soll auch zum Einkaufserlebnis beitragen, um auf diesem Weg Kunden vom Onlinehandel zurück zum stationären Handel zu lenken.

Feucht und Sportler im Ex-Leiner Gebäude
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Viel Platz gibt es in dem Kaufhaus

Mode und Sport

Mit dem Südtiroler Familienunternehmen Oberrauch zieht in das markante, grüne Gebäude auch ein großer Sportfachhandel ein. Trotz Wirtschaftskrise sei diese Eröffnung ein wichtiger Schritt für die Zukunft, meint Jakob Oberrauch: „Wir glauben an diesen Standort. Innsbruck ist eine sportliche Stadt, die zwar schon viele Sportgeschäfte hat, aber sicher noch ein Geschäft verträgt“, so der Geschäftsführer. Die Eröffnung sieht er als langfristige Investition in die Zukunft seines Familienunternehmens.

Eröffnung Feucht und Sportler
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Die drei Geschäftsführer: Jakob Oberrauch, Wolfgang und Leopold Feucht

Bestehende Filialen bleiben

Von der Eröffnung sollen auch die bestehenden Filialen im Land profitieren. Alle bisherigen 23 Modegeschäfte sowie die beiden Sportfilialen bleiben weiterhin geöffnet. Im neuen Flagshipstore in Innsbruck entstehen 150 neue Arbeitsplätze.

Vertragsunterzeichnung vor Ausbreitung der Pandemie

Für das leerstehende grüne, frühere Möbelhaus im Osten von Innsbruck, hat sich das Mode-Familienunternehmen aus Hall bereits vor zwei Jahren interessiert. Im Jänner 2020 wurde dann der Vertrag unterzeichnet – nicht wissend, dass eine Pandemie den Einzelhandel bald lahmlegen wird.

Die Pandemie hat den Handel schwer getroffen. Vor allem der Modehandel zählt zu den großen Verlierern. 2020 sind die Umsätze in diesem Bereich um fast 24 Prozent eingebrochen.