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QuickHoney/ORF.at
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Coronavirus

Die wichtigsten Infos zur CoV-Impfung

Die CoV-Impfaktion in Tirol schreitet voran. Ziel ist es, in den kommenden Wochen und Monaten so viele Menschen wie möglich zu immunisieren. Hier finden Sie einen Überblick über Zeitplan und Registrierungsmöglichkeiten sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Seit Ende Dezember 2020 wird in Tirol geimpft. Die Impfstrategie ist bundesweit einheitlich und läuft in drei Phasen ab. Der Großteil der Bevölkerung wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 geimpft werden können. Der Bund ist dabei für den Impfstoff zuständig, die Länder organisieren die Impfungen.

Phase 1 abgeschlossen

Alle Impfwilligen in den Alten- und Pflegeheimen – sowie das Personal dort – haben die Impfung bereits erhalten. Nach dem Personal auf den Covid-Stationen, wurden die über 80-jährigen Tirolerinnen und Tiroler geimpft. Nach Abschluss der Gemeindebefragung meldeten sich rund 28.000 impfwillige über 80-Jährige. In Tirol betrug somit die Impfbereitschaft in dieser Altersgruppe ungefähr 85 Prozent – mehr dazu in Viele Impfbereite bei den über 80-Jährigen. Bis Ende März erhielten sie in allen Tiroler Gemeinden zumindest die erste Teilimpfung.

Erweiterte Phase 1 bis Ende März

Nach den über 80-Jährigen wurde in Tirol mit der Impfung von Personen mit Vorerkrankungen und hohem Risiko begonnen. Für diese Phase waren auch auch das medizinische Personal und Gesundheitspersonal wie beispielsweise Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst, im Sozialsprengel oder in Behinderteneinrichtungen vorgesehen.

Infohotline

Das Gesundheitsministerium betreibt gemeinsam mit der AGES eine Infohotline zur CoV-Impfung. Unter 0800-555-621 kann man Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe stellen.

Phase 2 läuft derzeit

Seit März werden Impfwillige über 65 Jahren geimpft. Bereits Ende März waren rund 50 Prozent aller Impfwilligen über 65 in Tirol geimpft. Personal in kritischer und essentieller Infrastruktur wird ebenfalls seit einigen Wochen geimpft, die Informationen und Voranmeldungen erfolgen hier über den jeweiligen Arbeitgeber. In dieser Phase erhält auch das Personal in den Schulen und Kindergärten, sowie in den Einrichtungen der Kind- und Jugendhilfe die Covid-Impfung.

Phase 3 ab Mai/Juni

Ab Mai soll laut Land Tirol die Allgemeinheit geimpft werden. In der dritten Phase soll laut Land Tirol zunächst weiteres Personal in Schlüsselpositionen und kritischer bzw. essentieller Infrastruktur geimpft werden. Anschließend folgen alle bis dahin noch nicht geimpften Personen unter 65 Jahren – nach Alter abgestuft.

Bisher größte Impfaktion im Bezirk Schwaz

Die in Österreich bislang größte Covid-Impfaktion gab es im Bezirk Schwaz. Rund 46.000 Menschen, also über 70 Prozent der Bevölkerung im Bezirk, ließen sich gegen das Coronavirus impfen. Mit Abschluss der Impfungen wird der Bezirk Schwaz österreichweit die höchste Durchimpfungsrate aufweisen. Die EU hat der Region 100.000 zusätzliche Impdosen von Biontech-Pfizer zur Verfügung gestellt, um die weitere Ausbreitung der südafrikanischen Coronavirus-Mutation zu verhindern – mehr dazu in Bezirk Schwaz: Zweite Impfung hat begonnen

Wann wird die zweite Teilimpfung verabreicht?

Die zweite Covid-Teilimpfung wird bei Biontech/Pfizer und Moderna aktuell fünf Wochen nach der ersten Teilimpfung verabreicht. Bei AstraZeneca erfolgt die zweite Impfung elf bis zwölf Wochen nach Verabreichung der ersten Impfdosis.

Wo wird geimpft?

Die Impfungen in Phase eins und zwei finden bzw. fanden direkt in Alters- und Pflegeheimen, Spitälern und Betrieben statt. Zusätzlich impfen niedergelassene Ärzte. Daneben wurden bereits mehrere Impfstraßen eingerichtet – mehr dazu in Neun neue Impfzentren in Tirol errichtet. Auch bei der großen Impfaktion im Bezirk Schwaz wurden tausende Impfungen in den Impfstraßen abgewickelt.

Ist die Impfung kostenlos?

Ja, es wird einen kostenfreien Impfstoff für alle Menschen in Österreich, die sich impfen lassen wollen, geben. Anfang April äußerte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) das Versprechen, dass „in den nächsten 100 Tagen jedem, der sich impfen lassen möchte, zumindest die erste Impfung“ angeboten werden könne.

Was passiert, wenn Impftermine nicht bestätigt werden?

Grundsätzlich ist die Corona-Impfung freiwillig. Weil Impfstoff nur begrenzt zur Verfügung steht, kann der Impfstoff auch nicht individuell ausgewählt werden. Jede und jeder kann den angebotenen Impfstoff aber ablehnen. Man rutscht dann nicht aus dem System, wird unter Umständen aber nach hinten gereiht. Somit ist auch eine zeitliche Verzögerung möglich.

Werden Covid-19-Genesene auch geimpft?

Ja, das nationale Impfgremium empfiehlt die Impfung auch für bereits von Covid-19 genesene Menschen. Solange es aber eine Impfstoffknappheit gibt, könnten jene Menschen, die innerhalb der vergangenen sechs Monate eine Infektion hatten, nachgereiht werden.

Wer sollte sich nicht impfen lassen?

Schwangere sollen derzeit nicht geimpft werden. Wegen des Zeitdrucks waren Auswirkungen auf diese Personengruppe nicht Teil der klinischen Tests vor der Zulassung. Das wird von den Pharmaunternehmen aber nachgeholt.

Service-Nummern und -Links

Impfseite des Landes Tirol
Impfhotline: 0800 80 80 30