Christoph Walser
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Wirtschaft

WK-Chef sieht für Wintersaison schwarz

Der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer, Christoph Walser, sieht für die Wintersaison schwarz. Ohne die deutschen Gäste, die rund die Hälfte der Nächtigungen ausmachen, sei die Saison nicht mehr zu retten. Realistisch gesehen werde die Wintersaison nichts mehr werden, so Walser.

Sollte sich bis Mitte Februar in den Nachbarstaaten bei den Reisebeschränkungen nichts ändern, müsse man neue Vergütungsmodelle für den Tourismus verhandeln, so Christoph Walser. Er forderte für die Betriebe Planungssicherheit für die nächsten Monate und Ehrlichkeit seitens der Politik ein. „Wann bekommen wir endlich eine Auskunft?“, fragte er.

Handel sowie Gastronomie solle man – unter Einhaltung der bereits ausgearbeiteten Sicherheitskonzepte – „arbeiten lassen“, sagte er. Seiner Ansicht nach sei es dort zu keinen großen Ansteckungen gekommen, sondern vielmehr im privaten Bereich.

Ohne Gäste ist Öffnung der Hotels nicht sinnvoll

Bei den Tourismusbetrieben müsse man aber differenzierter vorgehen, meinte er. Denn ohne Gäste sei eine Öffnung für diese Branche nicht wirtschaftlich. Dass die Skigebiete nun für die Einheimischen aufgemacht haben, sei ein „Entgegenkommen“ gewesen – finanziell auszahlen würde sich das aber nicht.