Spurensicherung im Kinderzimmer
LIEBL Daniel/zeitungsfoto.at
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Chronik

Tote Kinder: Vater gesteht Tat

Der Vater der beiden Mädchen im Alter von neun Monaten und zwei Jahren, die am Montag tot in ihren Kinderzimmern in Längenfeld aufgefunden worden waren, hat die Tat gestanden. Als Motiv gab der Mann Überforderung an. Auch die Obduktionsergebnisse liegen vor.

Die Obduktion ergab Dienstagnachmittag, dass die Kinder sowohl erstickt als auch erwürgt wurden. Mittlerweile konnte auch der 28-jährige Vater einvernommen werden, er gestand die Tat und nannte als Motiv berufliche und private Überforderung.

Polizeiauto vor dem mutmaßlichen Tatort in Längenfeld
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Hilfe im Krisenfall

Berichte über (mögliche) Suizide und Suizidversuche können bei Personen, die sich in einer Krise befinden, die Situation verschlimmern. Hilfe im Krisenfall erhalten Sie gratis von der Telefonseelsorge unter der Nummer 142, der Psychiatrischen Soforthilfe (Tel. 01-313-30), vom Notfallpsychologischen Dienst (Tel. 0699-18855400) oder der Hotline des Zentrums für Ehe- und Familienfragen (Tel. 0512-580871).

Mutter verständigte Schwester

Polizisten fanden die Mädchen in ihren Kinderzimmern leblos vor, ein Notarzt konnte nur mehr den Tod der beiden feststellen. Die Mutter war nicht im Haus, sondern an ihrem Arbeitsplatz. Weil sie den Vater den ganzen Tag über telefonisch nicht erreichen konnte, bat sie ihre Schwester, daheim nachzusehen.

Um 15.30 Uhr wurde die Polizei verständigt. Offenbar versuchte der Vater nach der Tat, sich selbst das Leben zu nehmen. Er wurde verletzt ins Krankenhaus Zams eingeliefert. Der tatverdächtige 28-jährige Österreicher war nicht amtsbekannt, es habe auch kein Betretungsverbot oder Ähnliches bestanden, hieß es.