Radfahrer im dichten Straßenverkehr
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Verkehr

133 Strafen in sechs Stunden gegen Radler

In einer Aktion scharf ist die Innsbrucker Polizei am Dienstag gegen Radfahrer vorgegangen, die es mit der Straßenverkehrsordnung nicht so genau genommen haben. Das Ergebnis waren innerhalb von sechs Stunden 119 Organstrafen, 14 Anzeigen und 80 Abmahnungen.

Laut Polizei ist etwa die Hälfte der Fahrradunfälle in Innsbruck auf Selbstverschulden der Radfahrer zurückzuführen. Ursachen dafür sieht man bei der Polizei neben Unachtsamkeit und Ablenkung in einem falschen Fahrverhalten, etwa, wenn Vorränge oder Stopptafeln missachtet werden, Gehsteige befahren werden, Kreuzungen bei Rotlicht überquert werden oder Alkohol im Spiel ist. Aus der Bevölkerung gebe es immer wieder Beschwerden über Radfahrer, die sich rechtswidrig oder wenig rücksichtsvoll verhalten, heißt es in einer Aussendung der Polizei vom Mittwochmorgen.

Unscharfe Radfahrer
Zeitungsfoto.at
Die Polizei mahnt Radfahrer zu Rücksicht, besonders gegenüber Fußgängern

Die meisten Organstrafverfügungen gab es laut Polizei aufgrund der Missachtung von Fahrverboten, wenn etwa gegen eine Einbahn oder auf Gehsteigen gefahren wurde. Außerdem erwähnt werden Fahren bei Rotlicht, freihändiges Fahren, Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung oder grobe Mängel am Fahrrad. Die 80 Abmahnungen habe es wegen geringfügiger Übertretungen oder Ausrüstungsmängel gegeben.

Appell zu mehr Rücksichtnahme

Die Polizei appelliert an alle Radfahrer, sich an die Verkehrsvorschriften zu halten und besonders auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen. Außerdem müssten Fahrräder entsprechend ausgerüstet sein und bei Dunkelheit über eine funktionierende Lichtanlage verfügen. Appelliert wird aber nicht nur an Radfahrer, sondern auch an Autofahrer und Motorradlenker, wie auch Fußgänger, „durch eine verantwortungsvolle und rücksichtsvolle Teilnahme am Straßenverkehr können alle gemeinsam zu mehr Sicherheit beitragen“, heißt es von der Polizei.