Sessellift auf der Seegrube
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Politik

Wirtschaft stimmt Winterkonzept zu

Aus der Tiroler Wirtschaftskammer gibt es Zustimmung zu dem Konzept der Bundesregierung für die Wintersaison. Die Oppositionsparteien SPÖ und FPÖ bezeichnen die Entschuldigung von Landeshauptmann Platter bezüglich Ischgl als „unglaubwürdig“.

Bei einer Pressekonferenz in Wien, bei der auch Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) anwesend war, stellte die Regierung am Donnerstagvormittag ihr Konzept für die Wintersaison vor – mehr dazu in Skivergnügen im Winter ohne Apres Ski.

Auf die Frage einer deutschen Journalistin nach einer Entschuldigung bezüglich Ischgl hieß es von Platter einerseits, es tue ihm leid, andererseits aber auch, man könne nicht einer Person die Schuld geben, die Pandemie sei von außen nach Österreich hineingetragen worden.

Platter für FPÖ- und SPÖ-Chef unglaubwürdig

FPÖ und SPÖ bezeichneten die „Entschuldigung“ Platters als unglaubwürdig. SPÖ-Chef Georg Dornauer sagte, die ÖVP habe sich in Bunkermentalität hinter fadenscheinigen alles richtig gemacht-Ausreden und einem Verantwortungs-Ping-Pong zwischen Bundes- und Landesbehörden versteckt. In diesem seien die Beteuerungen von Platter unglaubwürdig und zu hinterfragen. Von FPÖ-Chef Markus Abwerzger hieß es ebenfalls, die Entschuldigung sei unglaubwürdig. Hätte man im Bezirk Landeck und anderen Bezirken früher und richtig reagiert, wäre viel erspart geblieben. Dornauer wie auch Abwerzger forderten einen Sonderlandtag zur Causa Ischgl.

Wirtschaftskammer: Konzept ohne Alternative

Vom Präsidenten der Tiroler Wirtschaftskammer Christoph Walser und dem Tourismusobmann Mario Gerber hieß es am Donnerstag nach der Pressekonferenz, das von der Bundesregierung vorgestellte Winterkonzept und die vorübergehende Vorverlegung der Sperrstunde in Tirol seien alternativlos. Man müsse alles unternehmen, um die Infektionszahlen nach unten zu bringen – sonst könne es keine Wintersaison in Tirol geben.

Gerber appellierte an Betriebe und Gäste, die Maßnahmen zu befolgen. Eine steigende Zahl von Reisewarnungen könne das Ende der Saison bedeuten. Von Walser hieß es, der Sommer habe gezeigt, dass sicherer Tourismus möglich ist. Die Sicherheitskonzepte der Seilbahner und Tourismusverbände hätten gegriffen. Tiroler Tourismusvertreter hätten an dem Winterkonzept intensiv mitgearbeitet, so Gerber. Die Balance zwischen Sicherheit und erfolgreichem Wirtschaften sei dabei zentral gewesen.