Die Bürgermeister der drei Wipptaler Gemeinden
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Politik

Wipptaler sind für Gemeindefusion

Am Sonntag haben sich die Bürgerinnen und Bürger der drei Wipptaler Orte Matrei, Mühlbachl und Pfons in einer Abstimmung für eine Gemeindezusammenlegung ausgesprochen. Die Zustimmung fiel vor allem in Matrei mit 95 Prozent sehr deutlich aus.

In Matrei stimmten 95 Prozent, in Pfons 61 Prozent und in Mühlbachl 77 Prozent für die Fusion. Die Bürgermeister aller drei Gemeinden waren bereits im Vorfeld der Abstimmung zuversichtlich. Bereits seit über einem Jahr wird an der Zusammenlegung gearbeitet. „Historisch“ sei man schon länger verheiratet, sagte Paul Hauser, Bürgermeister von Matrei am Brenner. Man teile sich bereits die meisten Einrichtungen – sowohl Bildungseinrichtungen als auch Vereine, ebenso die Kirche und den Friedhof.

Gemeindeamt Matrei
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In allen drei Gemeinden wurde am Sonntag abgestimmt

Nun muss noch der jeweilige Gemeinderat die Zusammenlegung beschließen. Ende 2021 werden die drei Gemeinden dann aufgelöst. Am 1. Jänner 2022 soll dann die rechtskräftige Fusion erfolgen. Die neue Gemeinde wird voraussichtlich „Matrei am Brenner“ heißen. Die Ortschaften sollen aber inklusive Ortsschilder weiterhin erhalten bleiben. Verordungen müssen zwar neu erlassen werden, Bescheide bleiben aber rechtskräftig.

Land fördert Gemeindeehen

Das Land fördert solche Gemeindeehen mit viel Geld: Im Wipptaler Fall gibt es dafür 1,2 Millionen Euro. Seit 1945 wurden in Tirol neun Gemeindefusionen vorgenommen. „Kooperationen haben sich in vielfacher Weise bewährt“, so Gemeindereferent Landesrat Johannes Tratter (ÖVP), der sich erfreut über das Resultat im Wipptal zeigte.