Apres-Ski in Ischgl
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Coronavirus

Ischgl: Viele Maßnahmen für Wintersaison

Der Tourismusverband Paznaun-Ischgl hat ein Bündel an Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 in der kommenden Wintersaison erarbeitet. Dabei wolle man laut TVB „weit über die behördlichen Maßnahmen hinaus gehen“.

In Ischgl soll offenbar nichts unversucht bleiben, um im kommenden Winter nicht erneut in die Negativschlagzeilen zu geraten. So ist für die Wintersaison eine Gäste-Screeningstation sowie ein Abwassermonitoring geplant. Daneben soll das Apres-Ski massiv eingeschränkt werden.

Gäste sollen negatives Testergebnis vorweisen

„Die Gesundheit hat oberste Priorität“, zeigen sich Bürgermeister Werner Kurz, die TVB-Vorstände Alexander von der Thannen, Arnold Tschiderer und Michael Zangerl sowie die Silvrettaseilbahn-Chefs Markus Walser und Günther Zangerl einig. In der kommenden Wintersaison sollen alle Mitarbeiter mit einem aktuellen negativen Covid-19-Test anreisen bzw. vor Ort noch vor Saisonstart getestet werden. Während der Saison werden den Mitarbeitern dann laufend Testmöglichkeiten angeboten.

Skitouristen in Ischgl, Paznaun
APA/JAKOB GRUBER
Winterurlauber sollen in Ischgl bei der Anreise ein negatives Testergebnis vorweise, so die Empfehlung des Tourismusortes

Auch den Gästen wird empfohlen bereits beim Check-In in den Hotels ein negatives Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist, vorzuweisen. „Wer kein Testergebnis vorlegen kann, für den besteht das Angebot einer freiwilligen Testmöglichkeit in der örtlichen Gäste-Screeningstation“, erklärte TVB-Obmann Von der Thannen. Zusätzlich sollte beim Check-In eine Temperaturmessung durchgeführt und ein kurzer Fragebogen beantwortet werden. Auch eine eigene Contact-Tracing-App soll entwickelt werden.

Seilbahnkabinen laufend desinfiziert

Die Seilbahnkabinen in Ischgl sollen laufend mittels Kaltvernebelungsgeräten desinfiziert werden. Dieselbe Methode wird auch in den Skibussen sowie in Sportshops, Skidepots, WC-Anlagen, Aufzugskabinen und den Erste-Hilfe-Stationen täglich angewendet. Bei allen Seilbahnmitarbeitern wird täglich vor Arbeitsbeginn Fieber gemessen. Darüber hinaus will man auch auf das von der Universität Innsbruck und dem Land Tirol entwickelte Abwassermonitoring setzen – mehr dazu in CoV-Abwassercheck kommt landesweit.

Seilbahn in Ischgl
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Seilbahngondeln sollen in Ischgl laufen desinfiziert werden

Abstand und Maskenpflicht

Zudem setzt Ischgl auf das Tragen von Mund-Nasenschutz. Neben den Seilbahnen soll dieser auch in neuralgischen Bereichen verpflichtend sein. Hierfür habe die Silvrettaseilbahn AG 600.000 Multifunktionstücher angeschafft, die die Gäste beim Kauf eines Skipasses kostenlos erhalten. In den Anstehbereichen sollen eng zusammenstehende Personengruppen möglichst vermieden werden.

Schild für Apres-Ski-Lokal
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Apres-Ski in der gewohnten Form werde es laut Verantwortlichen im Winter in Ischgl nicht mehr geben

„Um die Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstandes zu gewährleisten, werden wir – abhängig von der Auslastung – auch die Zutritte zu unseren Gastronomiebetrieben am Berg, die im Hinblick auf erforderliche Hygiene-Schutzmaßnahmen aktuell adaptiert werden, limitieren“, kündigte Markus Walser, Vorstand der Silvrettaseilbahn AG, an.

Details zu Apres-Ski im Herbst

Apres-Ski werde es in der bisherigen Form im kommenden Winter nicht mehr geben, waren sich die Verantwortlichen einig. Details dazu werde es aber erst im Herbst geben. Um große Menschenansammlungen zu vermeiden, wird es heuer zu Beginn der Saison auch kein Konzert geben. Details zu einem alternativen Winterstart sollen ebenfalls im Herbst vorgestellt werden.