Nachdem im Gemeindegebiet mehrere gerissene Schafe gefunden wurden, gab es am Donnerstag eine Almbegehung mit Schafhaltern, Bürgermeister und Experten des Landes. Bei dieser Begehung wurden wieder zwei gerissene Lämmer entdeckt. Laut den Experten ist die Situation sehr schwierig. Für diese Saison sehen sie keine Möglichkeit einer gezielten Weideführung oder anderer Herdenschutzmaßnahmen mehr.
Weitläufiges Weidegebiet
Für eine gezielte Weideführung brauche es einen eigenen Hirten. Bei den 280 bis 300 Schafen im Weidegebiet sei das aber kaum rentabel, heißt es beim Land. Außerdem sei aufgrund des Geländes in dem weitläufigen Weidegebiet eine gezielte Weideführung zum Teil kaum machbar.

Derzeit sind etwa 100 Schafe auf der Alm, einige Almflächen liegen derzeit noch unter einer Schneedecke. Die meisten Schafbauern wollen die Schafe oben lassen und noch weitere auftreiben. Sollte die Situation aber weiter eskalieren, sei der Abtrieb der Schafe ein letzter Ausweg, heißt es beim Land. In diesem Fall würde das Land Tirol für die Futterkosten am heimatlichen Betrieb aufkommen.
Schafe dienen auch dem Lawinenschutz
Der Serfauser Bürgermeister Paul Greiter betont, dass sowohl seitens der Schafhalter als auch seitens der Gemeinde und des Tourismus großes Interesse daran bestehe, die Almbewirtschaftung mit Schafen, auch aus Gründen des Erosions- und Lawinenschutzes, aufrechtzuerhalten. Die Verunsicherung, Besorgnis und Belastung aufgrund der Wolfspräsenz seien jedoch groß.