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Flugbild: Gerald Lehner
Flugbild: Gerald Lehner
Chronik

Wetterwarnung wegen Sturmtiefs „Sabine“

Das Land und die Stadt Innsbruck haben am Montag wegen des Sturmtiefs „Sabine“ Warnungen ausgesprochen, vor allem im Freien sollte man Vorsicht walten lassen. Zudem nahmen Liftanlagen in Tirol wegen des starken Winds den Betrieb nicht auf.

Das Sturmtief „Sabine“ wütet in Tirol vor allem am Alpennordrand, insbesondere im Außerfern. Zwischen Gramais und Häselgehr sind Bäume auf die Straße gestürzt, sie können wegen des starken Windes erst in den nächsten Stunden entfernt werden. Auch zwischen Ehrwald und Garmisch ist ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt, hier konnte der Bereich bereits wieder geräumt werden. Am Nachmittag musste die Planseestraße gesperrt werden, da mehrere Bäume auf die Straße gestürzt waren.

Baum liegt auf Straße, Arbeiter im Hintergrund
zeitungsfoto.at
Mehrere Bäume verlegten die Planseestraße

Aber auch am Brunnenkogel in den Ötztaler Alpen wurden bereits Windspitzen von 140 km/h gemessen, auf der Valuga im Arlberggebiet 106 km/h. Im Innsbrucker Stadtraum werden Windspitzen von 90 km/h, auf den Bergen bis zu 160 km/h prognostiziert.

In Nordtirol muss man laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit dem Durchzug einer Kaltfront nicht nur auf den Bergen, sondern auch in den Niederungen verbreitet mit schweren bis orkanartigen Sturmböen rechnen, die im Laufe des Dienstags immer schwächer werden.

Türen und Fenster geschlossen halten

„Wir empfehlen noch bis mindestens morgen alle Fenster und Türen geschlossen zu halten und freie Gegenstände, wie beispielsweise auf Terrassen oder Balkonen, wegzuräumen", rät Elmar Rizzoli, Amtsvorstand für „Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen“.

Außerdem sollten Spaziergänge in Parkanlagen und bewaldeten Gebieten unbedingt vermieden werden, so Rizzoli. Auch beim Parken im Freien sei vermehrte Vorsicht geboten, da es zu abbrechenden Ästen bzw. fallenden Gegenständen kommen kann. Die Berufsfeuerwehr Innsbruck und die zehn Freiwilligen Feuerwehren seien auf mögliche Ausrückungen aufgrund des Sturmes vorbereitet. Bisher seien keine nennenswerten Einsätze zu verzeichnen gewesen, hieß es am Montag aus Innsbruck.

Aufenthalt im Wald vermeiden

Der Aufenthalt in Wäldern bei Sturm ist lebensgefährlich, warnte auch das Land in einer Aussendung. Deshalb rät der Landesforstdienst vom Befahren und Betreten von Wäldern dringend ab, da die Gefahr durch herabfallende Äste und umgestürzte Bäume bestehe. Neben den Sturmböen werden kräftige Regen-, Schnee- und Graupelschauer erwartet.

Hart im Zillertal
Zoom Tirol
Auch im Zillertal wurden Bäume durch den Sturm umgerissen, wie hier in Hart. Dort wurde die Kapellstraße verlegt.

Einige Liftanlagen bleiben geschlossen

Skifahrer sollten sich unbedingt über die jeweiligen Homepages der Skigebiete vor Abfahrt informieren. Die Liftanlagen am Pitztaler und Stubaier Gletscher bleiben am Montag wegen des starken Winds geschlossen, wie auch der Innsbrucker Patscherkofellift und die Lifte der Bergeralm in Steinach am Brenner.