Feuerwerk auf der Seegrube
Innsbruck Tourismus
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Chronik

Letzte Vorbereitungen für Bergsilvester

Für das diesjährige Silvester laufen die Vorbereitungen in Innsbruck im großen Maßstab. Die Mobilen Überwachungsgruppe (MÜG) und das Rote Kreuz zeigen sich zuversichtlich, alles laufe nach Plan. Im Einsatz werden Sanitäter, Sondereinsatzgruppen des Roten Kreuzes, Polizei, MÜG, sowie eine private Sicherheitsfirma sein.

Auch heuer werden wieder umfassende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um für eine reibungslose Silvesterfeier in Innsbruck zu sorgen. Dabei werden Sicherheitskräfte und Rettungsdienste unter gemeinsamer Leitung zusammenarbeiten. Das Rote Kreuz wird an die 50 Einsatzkräfte beisteuern. Unter der Leitung von Thomas Gierl werden 23 Sanitäter und ein Notarzt bereitstehen. Außerdem werden Sondereinsatzgruppen aus den Bereichen Technik, IT und Versorgung im Einsatz sein.

Im Notfall muss schnelles Handeln möglich sein

Besondere wichtig sei, dass im Notfall schnell gehandelt werden kann. „Neben einem zentralen Versorgungszelt werden unsere Teams während der gesamten Silvesternacht im Veranstaltungsareal zur Verfügung stehen und so rasch auf jeden Notfall reagieren können“, erklärte Gierl im Interview mit ORF Tirol. „Außerdem können unsere Teams als sogenannte First Responder eingesetzt werden, um auch in jene Wohnungen schnell Hilfe bringen zu können, die aufgrund der zu erwartenden Menschenmengen durch den Regelrettungsdienst nur zeitverzögert zu erreichen sind.“ Weitere Serviceangebote wie der Hausnotruf und die Winternotschlafstelle können in der Silvesternacht unvermindert in Anspruch genommen werden.

Beleuchtete Wasserfontäne beim Bergsilvester in Innsbruck
Innsbruck Tourismus / iStock / Alexey Pnferov, mputsylo PorFang, republica, Roxana_ro, TPopova
Statt Feuerwerk eine Wassershow mit Lichteffekten: Die Brandgefahr ist damit erheblich niedriger, andere Sicherheitsmaßnahmen bleiben aber unverändert erforderlich.

Bewährtes Sicherheitskonzept

MÜG-Leiter Elmar Rizzoli gibt sich zuversichtlich, dass bei den Sicherheitsvorkehrungen dieses Jahr alles nach Plan läuft. 15.000 Besucherinnen und Besucher seien heuer beim Innsbrucker Bergsilvester zu erwarten. Um das zu managen, könne man aber weitgehend auf das Sicherheitskonzept vom Vorjahr setzen. Dabei wird eine private Sicherheitsfirma Einlasskontrollen durchführen und die Gäste auf gefährliche Gegenstände wie Glas oder Pyrotechnik durchsuchen. Auch ein Brandsicherheitswachdienst wird vor Ort sein. Für alle Fälle werden ein Rettungskorridor und Sanitätsbereich am Marktplatz eingerichtet.

Stadtmagistrat Innsbruck Sicherheit
Hermann Hammer
Die MÜG setzt für 2019 auf ein bewährtes Sicherheitskonzept, allerdings mit Anpassungen an neue Gegebenheiten.

Dass das Innsbrucker Bergsilvester dieses Jahr direkt am Innufer stattfindet und das ohne Feuerwerk, ist für Rizzoli ein klarer Vorteil: Da die Stadt 2019 auf eine Wassershow mit Lichteffekten setzt,seien weniger Brandschutzmaßnahmen nötig. Auch könnten die Gäste dadurch viel näher an das Schauspiel herangelassen werden und damit Sicherheitsabstand gespart werden. Unverändert im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Anzahl der eingesetzten Sicherheitskräfte. Rizzoli zufolge werden es voraussichtlich zwischen 150 und 200 Personen sein.

Polizei verstärkt zu Silvester ihr Aufgebot

Um Straftaten vorbeugen zu können, wird die Polizei zu Silvester ihr Aufgebot verstärken. Im Bereich der Feierlichkeiten wird eine Videoüberwachungszone eingerichtet, erklärt Daniel Mallaun vom Einsatzreferat der Innsbrucker Polizei. Die Behörden richten auch eine Bürgerservicestelle im Rahmen des Bergsilvesters ein. Dort können Gäste und Besucher Straftaten melden oder sich auch einfach Tipps zur eigenen Sicherheit einholen. Die Servicestelle wird sich in einem Bus befinden, der im Bereich der Kreuzung Innrain-Innbrücke abgestellt werden soll.

Abseits dieser Maßnahmen wird die Dienststelle Saggen ihren Streifendienst verstärken. Für Sicherheit sorgt ein erhöhtes Aufgebot an Uniformierten, aber auch Kriminalbeamte in zivil werden die Feierlichkeiten beaufsichtigen.

Polizist überwacht den Verkehr
ORF
Die Polizei möchte ihr Aufgebot zu Silvester verstärken.

IVB bietet gratis Shuttleservice

Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe wiederum planen zu Silvester eine Extraschicht. Ab 20 Uhr organisieren sie einen Sonderverkehr um Besucher der Silvesterfeier sicher nach Hause zu bringen. Dieser Bergsilvestershuttle ist für alle Gäste kostenlos. Wegen des Silvesterlaufs werden viele Buslinien zwischen 15:30 Uhr und 18:30 Uhr umgeleitet, ansonsten gilt zu Silvester bis Mittag der IVB-Fahrplan wie an einem Samstag.

Auch Gäste können zu ihrer Sicherheit beitragen

Neben den Behörden können aber auch die Gäste selbst für ihre Sicherheit sorgen. Besonders Acht geben sollten die Besucher auf ihren eigenen Alkoholkonsum. „Alkohol belastet bei Kälte den Kreislauf nur noch mehr und sollte deswegen nur in Maßen genossen werden. Knallkörper und Feuerwerk stellen ein erhebliches Verletzungsrisiko dar und dürfen unter keinen Umständen in Menschenmassen gezündet werden. Mit kleineren Kindern sollte man große Menschenansammlungen möglichst meiden, damit eine Trennung von den Eltern vermieden werden kann“, erklärt der Chefarzt Thomas Luger vom Roten Kreuz.

Auch die Polizei warnt vor zu hohem Alkoholkonsum: Mit dem Alkoholpegel steige auch das Aggressionspotenzial. Abgesehen davon seien die Leute weniger aufmerksam und könnten somit leichter Opfer von Taschendiebstählen werden.