Betriebsgebäude von RHI Magnesita in Hochfilzen
RHI Magnesita
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Wirtschaft

Schiene statt Lkw: Entlastung für Hochfilzen

Der Hersteller von Feuerfestprodukten RHI Magnesita will einen Teil seiner Transporte am Standort Hochfilzen auf die Schiene verlagern. 3.000 Lkw-Fahrten pro Jahr soll es damit künftig weniger geben. In die neue Bahnverladestation werden 1,3 Millionen Euro investiert.

Mehr als 8.000 Lkw-Fahrten fallen derzeit an, um die fertigen RHI-Produkte abzutransportieren. Knapp 40 Prozent der Transports sollen ab Frühjahr 2020 per Bahn erfolgen. Dafür muss eine eigene Verladestation in Hochfilzen errichtet werden. Anfang 2020 wird mit dem Bau begonnen.

RHI-Gelände neben Bahnstrecke in Hochfilzen aus der Vogelperspektive
RHI Magnesita
Künftig werden fast 40 Prozent der RHI-Produkte mit der Bahn aus Hochfilzen abtransportiert

Gemeinde erleichtert über Verkehrsentlastung

In Hochfilzen ist man erleichtert über die Verlagerung auf die Schiene. Die Gemeinde habe darauf gedrängt, dass „in Zeiten wie diesen der Transport nicht auschließlich per Lkw erfolgt“, meinte Bürgermeister Konrad Walk (Bürgerliste). RHI Magnesita habe das Werk in Hochfilzen in den vergangenen Jahren bereits mit Millionenaufwand umwelttechnisch auf den neuesten Stand gebracht, die Umstellung auf Bahntransporte sei da noch eine wichtige Ergänzung.

Die Planungen für die Verladestation in Hochfilzen sind bereits abgeschlossen. Wie RHI-Standortleiter Norbert Lerchl erklärte, sei man als Unternehmen tief mit Hochfilzen verwurzelt und pflege ein gutes Einvernehmen mit der Gemeinde. Deshalb wolle RHI auch einen Beitrag leisten, um den Frachtverkehr verstärkt auf die Schiene zu bringen und so die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern.

RHI mit 90 Mitarbeitern in Hochfilzen

RHI Magnesita beschäftigt am Standort Hochfilzen rund 90 Mitarbeiter. In der Region werden Magnesit und Dolomit abgebaut und zu feuerfesten Rohstoffen verarbeitet. Sie werden für Produkte benötigt, die etwa in der Stahlindustrie zum Einsatz kommen – zum Schutz von Anlagen vor den extrem hohen Temperaturen von mehr als 1.000 Grad Celsius.