Günther Platter, Margarete Schramböck
APA/Georg Hochmuth
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Politik

Schramböck VP-Spitzenkandidatin für Tirol

Die frühere ÖVP-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck wird der Politik erhalten bleiben: Sie soll Spitzenkandidatin der Tiroler ÖVP für die Nationalratswahl werden. Selma Yildirim wird die Landesliste der SPÖ anführen. Die anderen Parteien erstellen ihre Listen erst.

Formell fixiert werden soll die ÖVP-Landesliste voraussichtlich Anfang Juli vom Landesparteivorstand. Dass die gebürtige St. Johannerin Schramböck auch als Spitzenkandidatin auf der Regionalliste im Unterland (Kitzbühel und Kufstein) aufscheinen wird, scheint dagegen nicht der Fall zu sein. „Das ist eigentlich nicht notwendig“, so Malaun.

Grünberg über Bundesliste abgesichert

In Bezug auf die weitere Besetzung der Landesliste wollte der Parteimanager dem Vorstand nicht vorgreifen. Änderungen im Vergleich zur Wahl im Jahr 2017 würde es ohnehin dahin gehend geben, dass Ex-Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter ebenso nicht mehr antritt wie der im Zuge einer Affäre zurückgetretene Dominik Schrott. ÖVP-Behindertensprecherin und Abgeordnete Kira Grünberg, bei der Wahl 2017 Landesspitzenkandidatin, soll über die Bundesliste abgesichert werden. Er gehe davon aus, dass Grünberg dort wieder auf Platz zehn gereiht wird, sagte Malaun – wie beim letzten Urnengang.

Hörl und Gahr vermutlich fix gesetzt

Eine Absicherung Grünbergs über die Bundesliste hatte auch Seilbahn- und Wirtschaftsbundchef Franz Hörl gefordert. Hörl verzichtete zuletzt für Ex-Justizminister Josef Moser auf sein Mandat und machte Platz. Andernfalls hätte Grünberg das Hohe Haus verlassen müssen. Der wortgewaltige Zillertaler selbst ließ keinen Zweifel daran, wieder kandidieren zu wollen. Gut möglich, dass er auf Platz zwei gereiht wird. Außer Streit dürfte einmal mehr Langzeitabgeordneter (seit 1999) und Bauernbündler Hermann Gahr im größten Wahlbezirk (Innsbruck-Land und Schwaz) stehen.

Keine Veränderungen bei der FPÖ

Bei der FPÖ dürfte es zu keiner personellen Veränderung kommen. Es wäre sein Wunsch, dass wieder Nationalrat Peter Wurm Spitzenkandidat der Partei wird, sagte Landesparteichef Markus Abwerzger der APA. Auf Platz zwei soll erneut der frühere Tiroler FPÖ-Chef Gerald Hauser kandidieren, auf Platz drei die bisherige Abgeordnete Carmen Schimanek. Ziel seien wieder drei Mandate, so Abwerzger. Er gehe aber davon aus, dass Schimanek als Obfrau der „Initiative Freiheitlicher Frauen“ auch über die Bundesliste abgesichert wird, meinte Abwerzger. Der Landesparteivorstand der FPÖ Tirol werde die Liste jedenfalls am Samstag absegnen.

Yildirim erneut SPÖ-Spitzenkandidatin

Selma Yildirim ist beim Landesparteivorstand der Tiroler SPÖ am Sonntagabend in Innsbruck erneut zur Spitzenkandidatin für die kommende Nationalratswahl gekürt worden. Die Nationalratsabgeordnete wurde mit 90 Prozent der Delegiertenstimmen auf Platz eins der Tiroler Landesliste bestätigt, teilte die SPÖ mit. Platz zwei ging an Abg. Christian Kovacevic und Platz drei an Theresa Muigg.

Platz vier geht, wie auch bei der letzten Nationalratswahl, an den Kandidaten aus dem Wahlkreis Innsbruck-Land/Schwaz. Hier hatte sich bei der Wahlkreiskonferenz am Samstag Gewerkschafter und Kammerfunktionär Bernhard Höfler mit 79 zu 60 Stimmen gegen den amtierenden Nationalratsabgeordneten Max Unterrainer durchgesetzt.

Sieben Kandidaten bei den Grünen

Spannend wird, wer bei den Grünen in Tirol ins Rennen geht. Am 29. Juni stehe eine Landesversammlung mit der Wahl der Kandidaten an, sagte Landtagsklubobmann Gebi Mair der APA. Morgen, Dienstag, sollen die Kandidaten genannt werden. Sieben hätten sich beworben. Namen wollte Mair keine nenne, als mögliche Bewerber wurden Ex-Nationalratsabgeordnete Berivan Aslan und der frühere Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig gehandelt.

NEOS fixieren Liste Anfang Juli

Die Tiroler NEOS indes fixieren ihre Liste am 5. Juli bei einer Landesversammlung. Fünf Kandidaten sind derzeit im Rennen, erklärte Landessprecher Dominik Oberhofer. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten die Innsbrucker Gemeinderätin Julia Seidl und der Haller Rechtsanwalt Johannes Margreiter.