Steineralm
Hubert Gogl
Hubert Gogl
Wandertipp

Herbstgenuss Hoanzer- & Steineralm/Matrei i.O.

Die Rundtour zur Hoanzer- und Steineralm etwas nördlich von Matrei i.O. ist eine wunderbare Herbstwanderung in sonnenbegünstigter Lage. Die Wanderung auf besten Steigen und Wegen bietet wunderbare Ausblicke in die eindrucksvolle Bergwelt der Hohen Tauern im Großraum von Matrei.

Die Hoanzer- und Steineralm lassen sich in einer wunderschönen Rundtour verbinden. Die drei- bis vierstündige Wanderung ist durch die sonnenbegünstigte Lage geradezu ideal für den Herbst. Schöne Steige, die nie besonders steil sind, und die eindrucksvollen Ausblicke machen die Tour zu einem wahren Herbstvergnügen.

Hoanzeralm mit grüner Wiese im Vordergrund gegen blauen Himmel und weiße Gipfel
Hubert Gogl
Hoanzeralm (1.770 m)

Charakter: problemlose Wanderung auf guten Steigen
Entfernung: 3-4 Std., 600 Hm ↑↓, 8km
Ausgangspunkt: Matrei i.O., Wanderparklatz im Weiler Stein (1.350 m)
Öffi-Anreise: keine nahe Haltestelle

Die Hoanzeralm (1.770 m), auch als Innere Steineralm bezeichnet, steht auf einem kleinen Hochplateau oberhalb vom Matreier Weiler Stein (1.350 m). Die Ausblicke ins das Tauerntal und gegenüber ins Frosnitztal, einem Seitental des Tauerntales, sind eindrucksvoll. Die Steineralm (1.914 m; Äußere Steineralm) steht am Beginn des Hochtales, das zum Muntanitz (3.232 m) und der Sudetendeutschen Hütte (2.650 m) hineinzieht. Die Almen haben nach der Sommersaison geschlossen, aber die Rast bei den Almen ist auch jetzt überaus angenehm: Man genießt die Sonne, die Aussicht, die Ruhe und das Farbenspiel vom Spätherbst

Herbstwanderung von Stein zur Hoanzer- und Steineralm in Matrei i.O.

Start im Matreier Weiler Stein

Die Wanderung startet etwas nördlich von Matrei im kleinen Weiler Stein, der 200 Höhenmeter oberhalb der Felberntauernstraße ist. Leider ist die Straße zum Weiler Stein nicht angeschrieben, allerdings lässt sich die Zufahrt leicht finden. Rund zwei Kilometer nördlich von Matrei ist direkt an der Felbertauernstraße das Gasthaus Felbertaunernstüberl, wo nur wenige Meter nördlich davon die Bergstraße nach Stein abzweigt. Bei der rund zwei Kilometer langen Bergfahrt beeindruckt der Steiner Wasserfall kurz vor dem Weiler. Mit Erreichen des Weilers ist links vor einem leider verfallenden alten Holzbauernhaus ein ausgeschilderter, gebührenfreier Parkplatz (1.350 m). Außerdem gibt es am Ausgangspunkt bereits einen schönen Ausblick auf den Talkessel von Matrei.

Die Almgebäude der Hoanzeralm – hinten Berge und blauer Himmel
Hubert Gogl
Blick zurück zur Hoanzeralm am Weg zur Steineralm

Im Wald gemütlich zur Hoanzeralm

Vom Parkplatz wandert man im Wald auf einem nie allzu steilen Steig nordwärts ansteigend zur Hoanzeralm. Erst kurz vor der Alm kommt man ins freie Almgelände, allerdings gibt es bereits zuvor schon einige schöne Ausblicke westwärts ins Frosnitztal und hinunter ins Tauerntal Nach ca. 1 Stunde Gehzeit (430 Hm, 2,5 km) genießen Sie die Rast bei den Almgebäuden der Hoanzeralm, die in herrlichster Aussichtslage auf einer kleinen Hochfläche steht.

Wanderer in wunderschöner Herbstlandschaft
Hubert Gogl
Im Hintergrund das Frosnitztal

Höhenwanderung zum Genießen

Im Fichten-, Lärchenmischwald folgt man nun dem Steig südwärts in Richtung Steineralm. Der Großteil des Aufstieges ist bereits geschafft und nähert sich so ohne große Anstrengungen dem zweiten Etappenziel. Der Weg bietet einige schöne Aussichtspunkte. Der schönste ist jener beim Thiemehüttl (1.924 m) an der Geländekante, bei der der Steig hinein zu bereits ersichtlichen Steineralm biegt. Beim Thiemehüttl lohnt es sich hinzusetzen und unter anderem den freien Blick auf Matrei zu genießen.

Ein Wanderer rastet sitzend am Boden und blickt auf Matrei hinunter
Hubert Gogl
Beim Thiemehüttl liegt einem Matrei zu Füßen – der kegelig wirkende Berg ist der Große Zunig (2.776 m), der Matrei Hausberg.

Die Steineralm wird erreicht

Vom Thiemehüttl gehts hinein zur nahegelegenen Steineralm (1.914 m). Die Almgebäude betten sich hinter einer kleinen Geländekante am Beginn des Hochtales, das zur Sudetendeutschen Hütte (2.650 m) und zum Muntanitz (3.232 m) weiterzieht. Die Schutzhütte lugt auf einer Geländekante hinten oben im Tal hervor. Von der Hoanzeralm bis zur Steineralm ist man ca. 1 Stunde unterwegs (2,5 km, 170 Hm).

Steieneralm hinten angeschneite Berge und blauer Himmel
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Steineralm (1.914 m)

Abstieg nach Stein

Nach der wohlverdienten Rast folgt der Abstieg zum Ausgangspunkt. Der meist breite Steig zieht rechts des eindrucksvollen Steiner Wasserfalls in vielen Serpentinen durch die steile, teils noch bewaldete Flanke hinunter. Der Wald wurde hier durch ein Naturereignis vor einigen Jahren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach insgesamt 3 bis 4 Stunden Gehzeit schließt sich die genussvolle Herbsttour am Ausgangspunkt.

Drei Wanderer stehen auf einem Aussichtspunkt
Hubert Gogl
Der Blick südwärts über Matrei hinweg

Sendungshinweis:
„Hallo Wochenende“, 13.11.2020

Hubert Gogl wünscht eine schöne Herbstwanderung in Matrei!